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Papst fordert Europäer dringend zu Hilfe für Flüchtlinge auf

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Papst Franziskus
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«Man kann nicht hinnehmen, dass das Mittelmeer zu einem großen Friedhof wird», sagte Franziskus vor den EU-Parlamentariern. Foto: Christian Hartmann Foto: dpa
Franziskus und Martin Schulz
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Parlamentspräsident Martin Schulz (r) begrüßt den Papst in Straßburg. Foto: Nicolas Bouvy Foto: dpa
Flüchtling
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Ein Kind sitzt auf dem Gelände der hessischen Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Gießen im Flur eines Wohngebäudes. Foto: Arne Dedert Foto: dpa
Leid
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Asylbewerber schlafen auf einem Feldbett in einem Zelt in Zirndorf (Archiv). Foto: David Ebener Foto: dpa
Flüchtlinge in München
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Ein Flüchtling liegt mit vielen Decken bedeckt nahe des Sendlinger Tors in München. Hier ist eine Gruppe von Flüchtlingen in einen Hungerstreik getreten. Foto: Nicolas Armer Foto: dpa
Jordanien
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Ein syrisches Flüchtlingscamp nahe der jordanischen Stadt Azraq. Foto: Federica Mogherini Foto: dpa
Flüchtlinge in der Türkei
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Im türkischen Sanliurfa warten syrische Flüchtlinge auf die Möglichkeit der Weiterreise (Archiv). Foto: Yasin Dikme Foto: dpa
Melilla
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Afrikanische Flüchtlinge versuchen über den Grenzzaun in die spanische Exklave Melilla zu gelangen (Archiv). Foto: Francisco G. Guerrero Foto: dpa

Straßburg (dpa) - Papst Franziskus hat bei einem Besuch des Europaparlaments in Straßburg dringend eine gemeinsame EU-Politik für die Rettung von Flüchtlingen angemahnt. »Man kann nicht hinnehmen, dass das Mittelmeer zu einem großen Friedhof wird«, sagte Franziskus vor den Parlamentariern.


»Auf den Kähnen, die täglich an den europäischen Küsten landen, sind Männer und Frauen, die Hilfe brauchen.« In der Europäischen Union fehle es aber an gegenseitiger Unterstützung. Franziskus hatte seine erste Reise zur Flüchtlingsinsel Lampedusa gemacht.

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Vor dem Hintergrund der Globalisierung und zunehmenden Technisierung der Welt warnte der Heilige Vater Europa davor, seine Seele zu verlieren. Die Zukunft Europas hänge davon ab, den humanistischen Geist wiederzuentdecken, den es doch so liebe, sagte der Argentinier.

»Europa hat es dringend nötig, sein Gesicht wiederzuentdecken, um in Frieden und Eintracht zu wachsen, denn es ist selbst nicht frei von Konflikten«, mahnte der Heilige Vater. Europa solle auf einem sicheren und festem Boden voranschreiten. Dann sei es »ein kostbarer Bezugspunkt für die gesamte Menschheit«.

Die Abgeordneten im Plenarsaal reagierten auf die Rede des Papstes mit langanhaltendem Beifall. Das Oberhaupt der katholischen Kirche wollte anschließend den Europarat mit 47 Mitgliedsländern besuchen, zu denen auch Russland und die Ukraine gehören.

Ankündigung EP

Ankündigung Europarat