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Organspende-Bereitschaft gesunken

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Organspendeausweis: Die Skandale bei der Vergabe von Spenderorganen haben die Bereitschaft zur Spende deutlich gesenkt. Foto: Kay Nietfeld Foto: dpa

Berlin (dpa) - Die Skandale bei der Vergabe von Spenderorganen in Deutschland haben die Bereitschaft zur Spende deutlich gesenkt. 35 Prozent der Bundesbürger sagen, ihre Organspende-Bereitschaft sei dadurch zurückgegangen.


Das geht aus einer neuen Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK) hervor, deren Ergebnisse der Deutschen Presse-Agentur (dpa) in Berlin am Sonntag vorlagen.

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«Das ist bedauerlich», sagte TK-Vorstandschef Jens Baas der dpa. «Wir müssen über die Skandale aufklären - aber auch darüber, was gegen solche Fälle getan wird.» Die Bundesärztekammer teilte mit, bei den verschärften Kontrollen von Transplantationszentren seit dem Bekanntwerden der Manipulationen habe es Fortschritte gegeben.

So werde die Überprüfung der Leberprogramme in Deutschland voraussichtlich im Mai abgeschlossen sein, sagte Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery der dpa. Es könnten allerdings Noch mehr Fälle auffliegen. «Ob bei der Prüfung weitere Manipulationen aufgedeckt werden, kann man natürlich nicht ausschließen.» Zugleich sagte der Präsident der Bundesärztekammer: «Ich kann mit gutem Gewissen sagen: Nie war die Transplantationsmedizin sicherer als heute.»