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Obama in Kuba: Der Kalte Krieg ist zu Ende

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Obama und Castro
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Obama (l) beruhigte Castro: «Die Zukunft der Kubaner wird von den Kubanern entschieden, von niemandem sonst.» Foto: Alejandro Ernesto Foto: dpa
Obama in Kuba
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US-Präsident Barack Obama wird von Raul Castro in Havanna empfangen. Foto: Alejandro Ernesto Foto: dpa
Historisches Treffen
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Historisches Treffen: Barack Obama wird vom kubanischen Präsidenten Raul Castro im Revolutionspalast empfangen. Foto: Alejandro Ernesto Foto: dpa
Barack Obama
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Erstmals seit 1928 ist ein US-Präsident wieder in Kuba zu Besuch. Obama will Raúl Castro zu einer weiteren Reformen in dem sozialistischen Land bewegen. Kurz vor der Ankunft werden aber viele Dissidenten festgenommen. Foto: Alejandro Ernesto Foto: dpa
Auf dem Rollfeld
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Vor Obama war erst ein US-Präsident zu Besuch auf der Karibikinsel gewesen: Calvin Coolidge im Jahr 1928. Foto: Michael Reynolds Foto: dpa
Im Landeanflug
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Obama landete pünktlich in der Hauptstadt Havanna. Foto: Rolando Pujol Foto: dpa
Stadttour
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Nach einem Rundgang durch die Altstadt speiste die Präsidentenfamilie im beliebten Privatrestaurant San Cristobal. Foto: Rolando Pujol Foto: dpa
Unterm Schirm
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Die Begrüßung des amerikanischen Präsidenten fiel etwas nass aus. Foto: Alejandro Ernesto Foto: dpa
Voller Erwartung
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Obamas Besuch wurde mit Spannung erwartet. foto: Rolando Pujol Foto: dpa

Havanna (dpa) - US-Präsident Barack Obama hat bei seinem Kuba-Besuch an den US-Kongress appelliert, das Handelsembargo gegen den sozialistischen Karibikstaat komplett aufzuheben.


«Es ist eine veraltete Bürde für das kubanische Volk, es ist eine Bürde für Amerikaner, die in Kuba investieren oder dort Unternehmen betreiben wollen», sagte er in Havanna. Er erklärte in der im Staatsfernsehen übertragenen Rede, er sei hier, um «die Überbleibsel des Kalten Krieges» zu beerdigen. In Anspielung an seinen Slogan «Yes, we can» sagte er auf spanisch: «Sí se puede».

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Anschließend traf sich Obama mit 13 Dissidenten. In seiner Rede hatte der US-Präsident betont: «Ich glaube an die Demokratie.» Menschen müssten frei sein in ihrer Meinungsäußerung. Bei allen Differenzen mit Kubas Staatschef Raúl Castro machte Obama aber deutlich, es sei nun eine Zeit des Wandels angebrochen.

«Es ist Zeit, das Embargo aufzuheben.» Es wurde Anfang der 1960er begonnen. Kubas Revolutionsführer Fidel Castro hatte sich damals an die Sowjetunion angelehnt, die Stationierung sowjetischer Atomraketen auf der Karibikinsel brachte die Welt an den Rand des Atomkriegs. Obama hat das Embargo gelockert, doch nur der US-Kongress kann es völlig aufheben. Die Republikaner, die dort das Sagen haben, sperren sich bislang dagegen.

Er wolle dem kubanischen Volk einen Friedensgruß überbringen, sagte er in einer Rede im Großen Theater zu Havanna. Der 1961 geborene Obama sagte, Zeit seines Lebens habe es eine Isolation der Insel gegeben, die 90 Meilen vom US-Festland entfernt ist.

Obama ist der erste amtierende US-Präsident seit Calvin Coolidge 1928, der den Karibikstaat besucht. Nach einem Disput um politische Gefangene während des Besuchs gab es Forderungen an Kubas Staatschef Raúl Castro, dutzende Gefangene freizulassen.

Es gebe mindestens 80 politische Gefangene, sagte Elizardo Sánchez, Sprecher der Kubanischen Kommission für Menschenrechte, der Deutschen Presse-Agentur. Er stelle eine entsprechende Liste gerne zur Verfügung. Zuvor hatte Castro in einer Pressekonferenz auf eine Frage eines Journalisten etwas ungehalten geantwortet: «Geben Sie mir die Liste der politischen Gefangenen, um sie freizulassen.» Liege so eine Liste vor, kämen sie sofort frei.

Obama warb für mehr Meinungsfreiheit in dem sozialistischen Land. Castro verbat sich grundsätzlich eine Einmischung in innere Angelegenheiten des Landes. Obama betonte, die Zukunft Kubas «wird von den Kubanern entschieden, von niemandem sonst.»

Obama betonte: «Wir bewegen uns nach vorn und schauen nicht zurück.» Er kündigte weitere Schritte für eine Annäherung an: So werde American Airlines noch in diesem Jahr Direktflüge von den USA nach Kuba aufnehmen. Castro setzt auf mehr Touristen in seinem Land - und damit eine Steigerung der Staatseinnahmen.

Erstmals ertönte beim Besuch Obamas die US-Hymne für einen amerikanischen Präsidenten im Revolutionspalast. Kubas Führung will vorerst nur eine behutsame Öffnung. Mitte April findet der Parteikongress der kommunistischen Partei statt. Dabei dürfte debattiert werden, wie weit die Öffnungspolitik gehen soll.

Canf-Liste der politischen Gefangenen

Weißes Haus zu Obama-Besuch

Kubanisches Zentralorgan Granma zu Besuch, auf Deutsch