weather-image
-1°

NSU-Prozess: »Die wollten einfach nur töten«

0.0
0.0
Tatwaffe
Bildtext einblenden
Diese Pistole der Marke Ceska wurde bei den Ermittlungen gegen die terroristische NSU gefunden. Foto: Franziska Kraufmann/Archiv Foto: dpa
Demonstration zum Auftakt des NSU-Prozesses
Bildtext einblenden
Demonstranten entrollen im Vorfeld des NSU-Prozesses ein großes Banner. Foto: Nuri Almak/Archiv Foto: dpa
Hamburger Tatort
Bildtext einblenden
Vor diesem Laden in der Schützenstraße in Hamburg wurde Süleyman Tasköprü erschossen. Foto: Florian Schuh/Archiv Foto: dpa
Gedenkstein für Mehmet Kubasik
Bildtext einblenden
Gedenkstein für Mehmet Kubasik in Dortmund. Foto: Marcus Simaitis/ Archiv Foto: dpa
Spurensuche in Dortmund
Bildtext einblenden
Polizeibeamte untersuchen nach dem Mord in Dortmund einen Kiosk auf Spuren. Foto: Nils Foltynowicz/Archiv Foto: dpa
Ayse Yozgat
Bildtext einblenden
Die Mutter des Kasseler NSU-Opfers Halit: Ayse Yozgat. Foto: Andreas Gebert/dpa Foto: dpa
Kasseler Tatort
Bildtext einblenden
Elektroladen und Internetcafé in der Holländischen Straße in Kassel, wo Halit Yozgat erschossen wurde. Foto: Florian Schuh/Archiv Foto: dpa

München (dpa) - Der NSU-Mord an Mehmet Turgut in Rostock könnte auf gute Ortskenntnisse der Täter hindeuten. Das ergibt sich aus der Zeugenaussage eines Kriminalbeamten vor dem Oberlandesgericht München.


Der Kebab-Stand, in dem Turgut im Februar 2004 erschossen wurde, habe sich an einer entlegenen Stelle zwischen Wohnblöcken befunden. »Ich als Einheimischer war noch nie an diesem Ort. Der ist sowas von abgelegen«, sagte der Beamte. »Wir haben uns gefragt: Was sucht jemand hier in diesem Bereich?«

Anzeige

Nach Einschätzung des Kommissars müssen die Täter den 25-Jährigen überwältigt und zu Boden gedrückt haben, bevor sie ihn mit Schüssen in den Nackenbereich töteten. »Die Menschen, die hier reingegangen sind, die wollten nicht rauben oder zerstören. Die wollten einfach nur töten.«

Laut Anklage begingen die Neonazi-Terroristen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos die Tat. Die Mitglieder des »Nationalsozialistischen Untergrunds« (NSU) sollen insgesamt neun Geschäftsleute ausländischer Herkunft und eine deutsche Polizistin ermordet haben. Beate Zschäpe ist als Mittäterin an sämtlichen Anschlägen angeklagt. Sie soll für die legale Fassade der Gruppierung gesorgt haben.

- Anzeige -