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NSU-Ausschuss nimmt sich Ku-Klux-Klan-Affäre vor

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Mitglieder des Ku-Klux-Klan
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Mitglieder des US-Ku-Klux-Klan bei einer Zeremonie: Ein Verfassungsschützer soll vor etwa zehn Jahren ein Dienstgeheimnis an ein Führungsmitglied des rassistischen Geheimbundes verraten haben. Foto: Jim Lo Scalzo/ Symbol Foto: dpa

Berlin (dpa) - Der NSU-Untersuchungsausschuss im Bundestag will eigene Nachforschungen zur Ku-Klux-Klan-Affäre in Baden-Württemberg anstellen. Das Gremium beschloss am Donnerstag bei einer Sitzung in Berlin, dazu Akten anzufordern.


»Wir werden dem ganz entschlossen nachgehen«, versicherte die SPD-Obfrau Eva Högl. Der Unions-Obmann Clemens Binninger (CDU) sagte, die baden-württembergische Landesregierung habe zwar Aufklärung versprochen. Mögliche Bezüge zwischen dem rassistischen Geheimbund Ku-Klux-Klan und der rechtsextremen Terrorzelle NSU müsse der Ausschuss aber selbst aufarbeiten. Hinweise auf solche Verbindungen gebe es.

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Vor wenigen Tagen hatte Baden-Württembergs Innenminister Reinhold Gall (SPD) bekanntgegeben, dass ein Mitarbeiter des Verfassungsschutzes 2002 dem Ku-Klux-Klan geheime Informationen verraten haben soll. Gall wollte dazu am Donnerstag weitere Informationen vorlegen. Der rassistische Geheimbund stammt aus den USA, hat aber auch Ableger in Europa, unter anderem in Deutschland.

Der Ausschuss arbeitet die Morde des Nationalsozialistischen Untergrunds auf. Zu den Opfern der rechtsextremen Terrorzelle gehört auch eine Polizistin aus Baden-Württemberg, deren Gruppenführer für kurze Zeit Mitglied beim Ku-Klux-Klan war.

Neonazi-Untersuchungsausschuss