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Neun Jahre Haft für Mord an Kaffeefahrtenveranstalter

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Hammer auf Richterbank
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Als Mordmotiv nannte der Angeklagte Rache für eine Beleidigung an einer Ampel. Foto: Uli Deck/Archiv Foto: dpa

Bremen (dpa) - Wegen tödlicher Schüsse auf einen Bremer Kaffeefahrtenveranstalter muss ein 20-Jähriger eine Jugendstrafe von neun Jahren verbüßen. Der Angeklagte sei des Mordes schuldig, sagte der Vorsitzende Richter am Landgericht Bremen.


Er habe unerwartet und ohne ein Wort zu sagen, dreimal auf den 46-Jährigen geschossen. Mit dem Urteil folgte die Kammer der Forderung des Staatsanwaltes. Der junge Mann hatte sein Opfer im September in einem Parkhaus getötet. Vor Gericht hatte er die Tat gestanden. Als Motiv nannte er Rache für eine Beleidigung an einer Ampel.

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Einen Monat vor der Tat war es zu dem Streit gekommen. Der junge Mann wollte eine Fußgängerampel in der Nähe des Parkhauses überqueren. Der Geschäftsmann saß am Steuer eines Autos und beschimpfte den Fußgänger, er gehe angeblich zu langsam.

Der 20-Jährige besorgte sich eine Waffe und lauerte dem Geschäftsmann in der Innenstadt auf. Am Tattag traf er ihn dann zufällig, folgte ihm ins Parkhaus und schoss aus nicht einmal einem Meter Entfernung. Der 46-Jährige starb kurz danach im Krankenhaus. Der Schütze flüchtete in die Türkei, stellte sich aber wenig später der Bremer Polizei.

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