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Neue Gewalt in Syrien vor UN-Vollversammlung

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Syrischer Soldat
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Die Kämpfe gehen weiter: Syrische Soldaten in der Provinz Aleppo. Foto: Sana/Ho Foto: dpa
Lakhdar Brahimi
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Der neue UN-Syrienbeauftragte Lakhdar Brahimi in einem Flüchtlingscamp nahe der jordanischen Grenze. Foto: Jamal Nasrallah Foto: dpa

Istanbul/New York (dpa) - Wenige Stunden vor den Beratungen im UN-Sicherheitsrat zum Konflikt in Syrien dauern die Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Rebellen an. Oppositionelle meldeten am Montag mindestens 24 Tote bei Luftschlägen auf Damaskus, Aleppo und die Provinzen Homs und Daraa.


Mindestens vier Kinder seien ums Leben gekommen. Am Wochenende hatte es in Syrien bereits Gewaltexzesse gegeben. Aktivisten berichteten von mehr als 300 Todesopfern.

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In New York soll im Laufe des Montags der neue Syrienbeauftragte von Vereinten Nationen und Arabischer Liga, Lakhdar Brahimi, erstmals den UN-Sicherheitsrat über die Lage im Bürgerkriegsland informieren. Der Nachfolger von Kofi Annan hatte in den vergangenen Tagen die Region besucht und zahlreiche Gespräche geführt. Von der Sitzung des Sicherheitsrates, die hinter verschlossenen Türen stattfindet, werden allerdings keine konkreten Ergebnisse erwartet.

Der Algerier hatte sein Amt am 1. September angetreten. Vor gut einer Woche besuchte er die Hauptstadt Damaskus und traf Präsident Baschar al-Assad. Anschließend äußerte er sich pessimistisch über die Lage in dem Land; mit einem raschen Durchbruch rechnete er nicht. Die Vereinten Nationen wollen nun bei ihrer anstehenden Vollversammlung in New York über mögliche Lösungswege in der Krise beraten. Die Zahl der Toten seit Beginn des Aufstandes gegen Assad im März 2011 wird auf 30 000 geschätzt.

Während in Syrien gekämpft und in New York verhandelt wird, wächst die Zahl der Oppositionsgruppen. In Damaskus bildete rund ein Dutzend Vereinigungen das »Syrische Netzwerk für Demokratie«. Die Oppositionswebsite All4Syria meldete, in Paris habe sich ein neues Bündnis von säkularen Oppositionellen gebildet. Die Kontaktgruppe der Freunde Syriens hatte die Oppositionellen mehrfach zu mehr Einigkeit ermahnt. Bislang ist der Sturz von Präsident Assad das einzige Ziel, auf das sich alle Oppositionellen verständigen können.

UNHCR zu Syrien

All4Syria zu säkularem Bündnis, arabisch

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