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Mit Hausexplosion gedroht: SEK schießt 50-Jährigen an

Spezialeinsatzkommando
Nachdem alle Verhandlungsversuche gescheitert waren, drangen Spezialeinsatzkräfte in das Haus ein. Foto: Ralf Roeger Foto: dpa

Herzogenrath/Aachen (dpa) - Mit der Explosion eines Hauses hat ein Mann in Herzogenrath bei Aachen gedroht und die Polizei mehr als sieben Stunden lang beschäftigt. Ein Spezialeinsatzkommando überwältigte den 50-Jährigen am späten Dienstagabend. Er wurde dabei von einem Schuss in die Hüfte getroffen.


Nach dem Einsatz durchsuchten Beamte mit Sprengstoffspürhunden die Wohnung und stießen dabei auf verdächtige Gegenstände, wie eine Polizeisprecherin mitteilte. Fachleute des Landeskriminalamts analysierten die Fundstücke. Einzelheiten wurden nicht genannt. Das Wohnhaus blieb weiträumig abgeriegelt, schon am Abend hatte die Polizei die Nachbarhäuser evakuiert.

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Der angeschossene 50-Jährige kam in ein Krankenhaus, sein Zustand sei stabil und nicht lebensgefährlich, teilte die Polizei mit. Der Mann hatte am Dienstagnachmittag angekündigt, er wolle sich «mit einem großen Rumms» aus dem Leben verabschieden. Nachdem alle Versuche gescheitert waren, mit ihm zu sprechen, drangen Spezialeinsatzkräfte am Abend in das Haus ein und überwältigten ihn.

Der Polizei hatte der Mann empfohlen, sein Haus und die Nachbarhäuser zu räumen. Etwa 70 Beamte waren daraufhin zu dem Vier-Familienhaus ausgerückt und hatten die Bewohner sowie etwa 30 Nachbarn aus umliegenden Häusern in Sicherheit gebracht. Die Polizei hatte vermutet, dass der Mann Gasflaschen oder Gaskartuschen bei sich hat.

Was das Motiv für die Drohung war und ob der 50-Jährige womöglich psychisch gestört ist, war zunächst unklar.