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Merkel und Steinbrück beim Kirchentag

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Angela Merkel
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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht während einer Vortragsveranstaltung «Was ist die Schöpfung in der globalisierten Welt wert?» während des Kirchentags in Hamburg. Foto: Marcus Brandt/dpa Foto: dpa
34. Deutscher Evangelischer Kirchentag
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Insgesamt werden bis zum Sonntag mehr als 100.000 Dauerteilnehmer zu dem Glaubensfest erwartet. Foto: Marcus Brandt Foto: dpa
Es wird Musik gemacht
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Egal ob Posaune, Trompete oder einen Notenständer, bis zu 2000 Instrumente können während des Kirchentags aufbewahrt werden. Foto: Angelika Warmuth Foto: dpa
Kinder auf dem Kirchentag
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Die fünfjährige Deborah nagelt beim Bau einer Kinderkathedrale in den Wallanlagen in Hamburg von Kindern bemalte Holzkacheln auf ein Brett. Foto: Bodo Marks/dpa Foto: dpa
"Greenpeace"-Eisbär
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Ein Mädchen streichelt während des Kirchentags in Hamburg den "Greenpeace"-Eisbären. Foto: Marcus Brandt Foto: dpa
Kirchentag
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Besucher des Kirchentages feiern am auf dem Fischmarkt einen Gottesdienst: Heute kommen Merkel und Steinbrück nach Hamburg. Foto: Sven Hoppe Foto: dpa

Hamburg (dpa) - Die Politik dominierte am Freitag den Evangelischen Kirchentag: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) warb für die Energiewende und die Bewahrung der Schöpfung, während ihr SPD-Herausforderer Peer Steinbrück die Bedeutung des Ehrenamtes für den Zusammenhalt der Gesellschaft unterstrich.


Wie schon an den Tagen zuvor strömten mehr als 100 000 Menschen zu den Veranstaltungen des Christentreffens, bei denen es unter anderem um Rechtsextremismus, Bundeswehreinsätze im Ausland oder um die Arbeitswelt ging. Außerdem gab es ein ökumenisches Signal: Katholiken und Protestanten wollen 2019 den nächsten gemeinsamen Kirchentag organisieren.

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Merkel - selbst Protestantin - hob bei einer Podiumsdiskussion den weltweiten Vorbildcharakter der Energiewende in Deutschland hervor. »Andere werden auf uns schauen und werden fragen: Haben die das hingekriegt?« Wenn dies nicht gelinge, würden andere Staaten »die Hände auch wieder in den Schoß legen«. Hierzulande sei schon viel erreicht. Immerhin komme bereits ein Viertel der Energie aus erneuerbaren Quellen. Dieser Weg müsse fortgesetzt werden.

Gut vier Monate vor der Bundestagswahl kam auch Merkels SPD- Herausforderer Peer Steinbrück zum Kirchentag. Zunächst informierte er sich - wie zuvor auch die Kanzlerin - in den Messehallen über die dort vertretenen Kircheninitiativen und Sozialprojekte. Dabei lobte er das ehrenamtliche Engagement vieler Menschen. »Das hält die Gesellschaft zusammen.« Dann machte Steinbrück bei einem Forum deutlich, dass er häufig kritisierte Spekulationsgeschäfte mit Rohstoffen an den Börsen nicht generell ablehnt.

Ein Schwerpunkt des Kirchentages, der noch bis Sonntag geht, ist die Zusammenarbeit aller Christen über ihre jeweilige Konfession hinaus. Im Jahr 2019 planen katholische und evangelische Laien den nächsten ökumenischen Kirchentag. »Ich bin zuversichtlich, dass das klappen wird«, sagte der Präsident des Evangelischen Kirchentages, Gerhard Robbers. Dazu seien freilich noch zahlreiche Gespräche und Vorbereitungen nötig. Ähnlich äußerte sich der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Alois Glück. Ökumenische Kirchentage gab es bisher 2003 in Berlin und 2010 in München.

Bundestags-Vizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) beklagte einen Stillstand bei der Verbesserung des Verhältnisses zwischen Katholiken und Protestanten. »Ich habe den Eindruck, dass die ökumenischen Differenzen eher verwaltet als bearbeitet werden.« Ein Problem ist, dass Protestanten nicht am Abendmahl der katholischen Kirche teilnehmen können.

Die Hamburger Bischöfin Kirsten Fehrs rief dazu auf, den Dialog der Religionen zu verstärken. Die »Grußworterei« müsse durch »echte Gespräche« überwunden werden, sagte sie laut einer Mitteilung der Veranstalter. Fehrs sprach sich dafür aus, die Basis in den Gemeinden stärker als bisher in den Dialog einzubeziehen. Nur durch gegenseitiges Vertrauen könnten Unsicherheiten im Umgang miteinander abgebaut werden. Der katholische Hamburger Weihbischof Hans-Jochen Jaschke sagte, der früher oft erhobene Anspruch einer einzelnen Religion, die einzig wahre zu sein, lasse sich heute nicht mehr aufrechterhalten.

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