Massenproteste gegen Sparkurs und Korruption in Spanien

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Demonstranten in Madrid
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Allein in Madrid demonstrierten mehrere zehntausend Menschen. Foto: Juan Carlos Hidalgo Foto: dpa

Madrid (dpa) - Am 32. Jahrestag des gescheiterten Militärputsches in Spanien haben Zehntausende Menschen gegen Sparprogramme und Korruption protestiert. Die Veranstalter der Kundgebungen sehen in den Einsparungen die Folge eines »Staatsstreichs der Finanzmärkte«.


Mehr als 300 Initiativen hatten zu landesweiten Demonstrationen aufgerufen. In Madrid kam es in der Nacht zum Sonntag im Anschluss an eine Großkundgebung zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei. Dabei wurden nach Angaben der Polizei 45 mutmaßliche Gewalttäter festgenommen. 40 Menschen wurden verletzt, darunter 12 Polizeibeamte.

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Große Demonstrationen fanden auch in Barcelona, Valencia, San Sebastián und La Coruña statt. Zu dem Protest hatte die Initiative »Marea Ciudadana« (Bürgerflut) aufgerufen. An den Aktionen beteiligten sich unter anderem Sympathisanten der Linkspartei Izquierda Unida, Umweltgruppen, Gruppen von Medizinern, Feuerwehrleuten, Bergarbeiter und von Menschen, die ihre Wohnungen durch Zwangsräumungen verloren hatten oder von Massenentlassungen betroffen waren.

Die Demonstranten forderten unter anderem den Rücktritt der Regierung von Ministerpräsident Marino Rajoy. Auf Plakaten war zu lesen »Das Gesundheitswesen ist nicht zu verkaufen« oder »Rajoy, mach es dem Papst nach und trete zurück«. Die Kundgebungen wurden auch vom sozialistischen Oppositionsführer Alfredo Pérez Rubalcaba unterstützt. Er forderte Rajoy auf, die Demonstranten »nicht zu unterschätzen«.

Die Veranstalter hatten für die Proteste bewusst den 32. Jahrestag des gescheiterten Putschversuchs rechtsgerichteter Militärs vom 23. Februar 1981 gewählt. Sie begründeten dies damit, dass die massiven Einsparungen der Regierung die Folge eines »Staatsstreichs der Finanzmärkte« seien. Spaniens Wirtschaft steckt in einer Rezession. Die Arbeitslosenquote hat einen Rekordstand von über 26 Prozent erreicht und ist eine der höchsten in Europa.

Veranstalter der Proteste

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