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Magazin: Steinbrück wird für die SPD 2013 antreten

Peer Steinbrück
In der SPD verstärken sich die Hinweise für eine Kanzlerkandidatur von Peer Steinbrück. Foto: Maurizio Gambarini Foto: dpa

Berlin (dpa) - In der SPD verstärken sich die Hinweise für eine Kanzlerkandidatur von Peer Steinbrück. Laut einem Medienbericht werden die Sozialdemokraten mit dem Ex-Finanzminister an der Spitze im kommenden Jahr in den Bundestagswahlkampf ziehen.


Das Magazin «Cicero» meldete, dass Gespräche zwischen Parteichef Sigmar Gabriel, Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier und Steinbrück darauf hinaus liefen. Danach solle Steinbrück noch vor Weihnachten offiziell ausgerufen werden, hieß es in dem Bericht unter Berufung auf «mehrere mit dem Vorgang vertraute Sozialdemokraten». Mit dem 65-jährigen Steinbrück rechne sich die «Troika» im nächsten Jahr die besten Wahlchancen gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) aus.

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In der SPD wurde die Darstellung scharf dementiert. «Es gibt definitiv keinen neuen Stand in der K-Frage der SPD. Daran ändern auch die verschiedensten Medienveröffentlichungen nichts», erklärte Generalsekretärin Andrea Nahles.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa wird Steinbrück den Spitzenplatz der NRW-SPD für die Bundestagswahl 2013 erhalten. Führende Mitglieder der nordrhein-westfälischen Landesgruppe der SPD-Bundestagsfraktion gehen fest davon aus, dass ihm Platz 1 der Landesliste angeboten wird. Endgültig entschieden wird über die Aufstellung im bundesweit größten SPD-Landesverband im März 2013. Die NRW-SPD wollte sich nicht zu der Personalie äußern.

Steinbrück war am vergangenen Wochenende mit fast 98 Prozent erneut als Bundestagskandidat in seinem rheinischen Wahlkreis Mettmann aufgestellt worden, den er zuletzt nicht direkt gewonnen hatte. 2009 hatte der ehemalige Düsseldorfer Ministerpräsident Platz 3 der NRW-Reserveliste. An der Spitze stand der damalige SPD-Bundesvorsitzende Franz Müntefering.

In der Berliner SPD-Landesgruppe wird erwartet, dass Müntefering 2013 nicht mehr antritt. Dessen Frau Michelle kandidiert in dem für die SPD relativ sicheren Wahlkreis Herne/Bochum II erstmals für den Bundestag.