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Jagd auf Ex-Polizisten in USA wirft Fragen auf

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Einsatzteams der Polizei stürmten die Hütte, in dem sich Jordan versteckte. Experten halten es für unwahrscheinlich, dass jemand das Feuer überlebt haben könnte. Foto: Michael Nelson Foto: dpa

Los Angeles (dpa) - Nach der erfolgreichen Jagd auf einen mordverdächtigen Ex-Polizisten in den USA sind Fragen und Kritik laut geworden. Die Polizei hatte am Dienstagabend (Ortszeit) in einer ausgebrannten Berghütte in Kalifornien menschliche Überreste entdeckt.


Die Leiche sei noch nicht identifiziert, man gehe aber davon aus, dass es sich um den gesuchten 33-jährigen Christopher Jordan Dorner handelt, hieß es am Mittwoch. Die Suche nach dem mutmaßlichen Vierfachmörder sei eingestellt worden, teilte Sheriff John McMahon im Bezirk San Bernardino mit.

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Nach einer einwöchigen Großfahndung war der ehemalige Polizist Dorner den Ermittlern ins Netz gegangen. Sein Versteck, eine leerstehende Berghütte nah der Ortschaft Big Bear, wurde von Einsatzteams gestürmt. Das Gebäude ging in Flammen auf. «Wir haben die Hütte nicht absichtlich in Brand gesteckt», sagte McMahon. Die Explosion wurde auf Tränengas und andere brennbare Gase zurückgeführt. In den USA hatte es Kritik an dem Vorgang gegeben, mit Feuer gegen den Tatverdächtigen vorzugehen. Unklar blieb zunächst, ob sich Dorner in der Hütte selbst das Leben nahm.

US-Medien fragten auch, wieso der Flüchtige trotz einer Großfahndung in der Bergregion nicht schneller aufgespürt wurde. Offenbar hatte er sich eine knappe Woche in der Nähe von Einsatzteams und Häusern versteckt.

Dorner war 2009 nach einem Disziplinarverfahren vom Polizeidienst ausgeschlossen worden. In einer Mitteilung auf seiner Facebook-Seite stellte er sich unter anderem als Opfer von Rassismus dar und drohte mehr als zwei Dutzend Menschen, darunter früheren Kollegen, mit Gewalt.

Im Zuge seines Rachefeldzuges soll Dorner vorige Woche drei Menschen, darunter einen Polizisten, umgebracht haben. Ein weiterer Polizist war am Mittwoch im Kugelfeuer mit Dorner ums Leben gekommen. Das Opfer wurde im Beisein zahlreicher Kollegen mit einer großen Zeremonie beigesetzt.

«Los Angeles Times»