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Iran will Rahmen für endgültige Atomeinigung

Natans Atomanlage
Die iranische Atomanreicherungsanlage Natans. Foto: EPA/Archiv Foto: dpa

Brüssel/Teheran (dpa) -Der Iran macht Dampf im Atomkonflikt. Mit den fünf UN-Vetomächten plus Deutschland will Teheran über einen Fahrplan für eine Einigung sprechen. Das nächste Treffen ist für den 18. September angesetzt.


Brüssel/Teheran (dpa) -Der Iran macht Dampf im Atomkonflikt. Mit den fünf UN-Vetomächten plus Deutschland will Teheran über einen Fahrplan für eine Einigung sprechen. Das nächste Treffen ist für den 18. September angesetzt.

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Der Iran strebt nach Informationen aus Teheran bei den nächsten Atomgesprächen mit der 5+1 Gruppe in New York einen «Fahrplan» für eine endgültige Beilegung des Atomkonflikts an. Das Treffen werde am 18. September in New York stattfinden, bestätigte die EU am Donnerstag iranische Presseberichte. In dem Fahrplan sollten die Rahmenbedingungen für die bis zum 24. November geplante Einigung des mehr als zehn Jahre andauernden Atomstreits festgeklopft werden. Dieses Ziel sei durchaus realistisch, sagte der iranische Vizeaußenminister Abbas Araghchi. Ein Scheitern wäre zwar «keine Katastrophe», würde aber den weiteren Prozess der Verhandlungen negativ beeinflussen, sagte der Vizeminister.

Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton und Irans Außenminister Mohammed Dschawad Sarif sowie Vertreter der 5+1-Gruppe würden sich am 18. September in New York unmittelbar vor der UN-Vollversammlung treffen. Nach iranischen Angaben soll das Treffen auf Außenministerebene stattfinden. Die wurde jedoch von der EU noch nicht bestätigt. Für die Gespräche seien zwei Tage eingeplant, meldete die iranische Nachrichtenagentur ISNA.

Zuvor seien Vorbereitungsgespräche auf Ebene der Vizeaußenminister und Staatssekretäre vorgesehen. Schon diesen Donnerstag und Freitag treffe sich Araghchi mit seinem amerikanischen Amtskollegen William Burns sowie Staatssekretärin Wendy Sherman in Genf. Am 11. September verhandeln dann die Vertreter Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens mit Araghchi in Wien.

Die internationale Gemeinschaft fürchtet, dass der Iran unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms an Atombomben arbeitet. Der Iran hat dies stets zurückgewiesen. Der Westen hat empfindliche Sanktionen verhängt, die erst nach einer Einigung mit Teheran wieder aufgehoben werden sollen.