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Iran hängt zwei mutmaßliche Spione Israels und der USA

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Präsident Ahmadinedschad
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Irans Präsident Ahmadinedschad während einer Parade in Teheran. Foto: epa/str Foto: dpa

Teheran/Tel Aviv (dpa) – Der Iran hat erneut zwei Männer hingerichtet, die der Spionage für Israel und die USA für schuldig befunden wurden.


Die beiden Männer seien wegen Weitergabe geheimer Informationen zum Tode verurteilt worden, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Isna am Sonntag unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft. Es ist nicht bekannt, wo sie gehängt wurden. Weder Israel noch die USA reagierten zunächst auf die Hinrichtungen.

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Der Iran richtet immer wieder Menschen wegen mutmaßlicher Spionage vor allem für Israel hin. Im Dezember 2010 wurde ein Iraner gehängt, der angeblich für den israelischen Auslandsgeheimdienst Mossad arbeitete. Ihm wurde vorgeworfen, er habe Informationen über das iranische Raketenprogramm an Israel verraten. Ein 2008 hingerichteter Unternehmer, der Elektronik für Überwachungsgeräte importierte, hatte gestanden, für den Mossad gearbeitet zu haben.

Im vergangenen Jahr wurde ein Iraner wegen der Beteiligung am Mord an einem iranischen Atomwissenschaftler im Auftrag des Mossad zum Tode verurteilt. Seit 2010 gab es mindestens fünf Morde an iranischen Atomwissenschaftlern, die dem Mossad zugeschrieben werden.

Der Iran wirft Israel und den USA vor, Informationen über sein Atomprogramm zu sammeln. Die internationale Gemeinschaft ist überzeugt, dass Teheran an der Entwicklung einer Atombombe arbeitet. Der Iran bestreitet dies jedoch und beteuert, Atomenergie nur für zivile Zwecke nutzen zu wollen.

Isna-Bericht - Farsi