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IAB: Aufstocker kommen nur schwer aus Hartz IV heraus

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Sogenannte Aufstocker bleiben häufig für mehrere Jahre auf ergänzende Hartz-IV-Leistungen angewiesen. Foto: Jens Büttner/Symbolbild Foto: dpa

Nürnberg (dpa) - Menschen, die zusätzlich zu ihrer Erwerbstätigkeit noch Hartz IV beziehen, kommen einer Studie zufolge nur schwer aus der Grundsicherung heraus.


«Geringfügige und befristete Beschäftigungsverhältnisse, Zeitarbeit oder niedrig entlohnte Tätigkeiten bahnen nur selten den Weg in eine ungeförderte Beschäftigung», teilte das Nürnberger Institut für Berufs- und Arbeitsmarktforschung am Donnerstag mit. Die sogenannten Aufstocker blieben häufig für mehrere Jahre auf ergänzende Hartz-IV-Leistungen angewiesen. Im Schnitt verdienten sie in ihrem Job 6,20 Euro brutto pro Stunde.

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60 Prozent der rund 1,3 Millionen Aufstocker in Deutschland arbeiten der Studie zufolge weniger als 22 Stunden pro Woche. Vor allem fehlende berufliche Qualifikationen, die Betreuung von Kindern oder Pflegebedürftigen sowie schwere gesundheitliche Einschränkungen verhinderten, dass sie länger arbeiten und nicht mehr auf Leistungen angewiesen sind.

Immerhin war die Zahl der Hartz-IV-Empfänger, die durch einen Job wenigstens zu Aufstockern wurden, größer als die Zahl derjenigen, die ihren Job verloren und nur noch von der Grundsicherung leben mussten. Wie das IAB betonte, war zugleich die Zahl derjenigen Aufstocker, die gänzlich aus Hartz IV herauskamen, größer als die Zahl der Beschäftigten, die zum ersten Mal auf ergänzende Leistungen angewiesen waren.

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