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Höchstes Gericht Frankreichs urteilt zur «Erika»-Katastrophe

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«Erika»-Katastrophe
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12. Dezember 1999: Das Heck der untergehenden «Erika» vor der bretonischen Küste. Foto: Marine Nationale Foto: dpa

Paris (dpa) - Das höchste französische Gericht verkündet heute sein Urteil zu einer der schwersten Ölkatastrophen im Ärmelkanal.


Die Richter des Kassationshofes müssen darüber entscheiden, ob dem Energiekonzern Total und anderen Beteiligten wegen des Tankerunglücks im Dezember 1999 der Prozess gemacht werden durfte. Die Verurteilten und auch der beim Kassationshof zuständige Generalanwalt verneinen dies, weil das unter maltesischer Flagge fahrende Schiff außerhalb der französischen Territorialgewässer sank.

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Infolge der Ölkatastrophe liefen zur Jahrtausendwende rund 20 000 Tonnen Öl ins Meer und verschmutzen rund 400 Kilometer Küste. Zehntausende Seevögel verendeten qualvoll, nach Schätzungen von Tierschützern waren es sogar mehrere Hunderttausend. Vor einem Berufungsgericht waren Total, die italienische Schiffsklassifikationsgesellschaft Rina sowie der Schiffseigner und der Schiffsmanager 2010 zu Schadenersatzleistungen und Strafzahlungen in Höhe von mehr als 200 Millionen Euro verurteilt worden.