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Hochzeit im Knast: Gladbeck-Geiselnehmer will heiraten

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Hans-Jürgen Rösner
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Einer der berüchtigtsten deutschen Geiselgangster, Hans-Jürgen Rösner, will im Gefängnis heiraten. Foto: Franz-Peter Tschauner/Archiv Foto: dpa

Düsseldorf (dpa) - Einer der berüchtigtsten deutschen Geiselgangster, Hans-Jürgen Rösner, will im Gefängnis heiraten. Vor 24 Jahren war er eine Hauptfigur im brutalen Geiseldrama von Gladbeck, bei dem zwei junge Menschen getötet wurden.


Am Donnerstag bestätigte das nordrhein-westfälische Justizministerium einen Bericht der »Bild«-Zeitung, wonach der 55-Jährige eine 40 Jahre alte Frau heiraten will. Laut Ministerium wird ein Standesbeamter das Paar in der Justizvollzugsanstalt Rheinbach bei Bonn trauen. Enge Verwandte von Rösner und seiner Freundin dürfen zur Hochzeit kommen. Nach der Zeremonie müsse er aber wieder zurück in seine Zelle.

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1988 hatten Rösner und seine Komplizen Dieter Degowski und Marion Löblich nach einem Banküberfall in Gladbeck mehrere Geiseln genommen. Ihre Flucht durchs ganze Land hielt Deutschland drei Tage in Atem. In der Nähe von Bremen erschoss Degowski einen 15-Jährigen in einem gekaperten Bus. Beim Polizeizugriff auf einer Autobahn in der Nähe von Bonn wurde die 18-jährige Silke Bischoff durch eine Kugel aus Rösners Waffe getötet. Rösner und Degowski wurden zu lebenslanger Haft verurteilt, gegen Rösner wurde auch Sicherungsverwahrung verhängt. Löblich wurde zu neun Jahren verurteilt.

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