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Hessen-SPD schickt Schäfer-Gümbel in Wahlkampf gegen Bouffier

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Der hessische SPD-Vorsitzende und Spitzenkandidat für die Landtagswahl im September, Thorsten Schäfer-Gümbel, spricht auf dem SPD-Landesparteitag in Bad Hersfeld. Foto: Uwe Zucchi Foto: dpa

Bad Hersfeld (dpa) - Mit großer Geschlossenheit hat die hessische SPD ihren Vorsitzenden Thorsten Schäfer-Gümbel als Spitzenkandidat in die Landtagswahl im September geschickt.


Ein Landesparteitag in Bad Hersfeld wählte ihn mit 97,8 Prozent der Delegiertenstimmen zum Herausforderer von CDU-Ministerpräsident Volker Bouffier. »Der 22. September ist ein Richtungsentscheid, und deshalb wollen wir gewinnen«, sagte Schäfer-Gümbel. Die Hessen-Wahl findet am Tag der Bundestagswahl statt.

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In der Abstimmung übertraf der 43-Jährige sein Ergebnis vom Oktober 2011. Schon damals hatte sich die Partei auf Schäfer-Gümbel als Spitzenkandidaten festgelegt - mit 94,5 Prozent. Schäfer-Gümbel will »vor allem Hessen sozialer machen«. Regierungschef Bouffier sei der falsche Mann am falschen Ort. In seiner Programmrede nannte der SPD-Spitzenkandidat Arbeit und Bildung als Schwerpunkte.

Viele Ziele seien nur mit einer SPD-Regierung im Bund durchsetzbar, sagte Schäfer-Gümbel. Sein Landesverband kämpfe deshalb auch für den SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück. Vorwürfe wegen der SPD-Steuerpläne wies er zurück. Ein neuer Spitzensteuersatz treffe 95 Prozent der Bevölkerung nicht, betonte Schäfer-Gümbel.

Alle Umfragen deuten auf ein knappes Rennen in Hessen hin. Seit zwei Jahren liegt Rot-Grün stabil vorn, allerdings hat die CDU zuletzt in der Sonntagsfrage wieder zugelegt. Die Forschungsgruppe Wahlen sah im April 36 Prozent für die Union, 33 Prozent für die SPD, 16 Prozent für die Grünen, 5 Prozent für die FDP. Die Linke muss um ihren Wiedereinzug in den Wiesbadener Landtag bangen.

Als Gastrednerin rief auch die rheinland-pfälzische SPD-Ministerpräsidentin Malu Dreyer zu einem Politikwechsel im Bund wie in Hessen auf. Die schwarz-gelbe Bundesregierung versage in der Wirtschaftspolitik, bei der Energiewende und in der Familienpolitik.

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