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Hessen-FDP macht sich Mut vor Landtagswahl

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Der hessische FDP-Vorsitzende Jörg-Uwe Hahn
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Allen Umfragen zum Trotz: Die hessische FDP zieht selbstbewusst in den Wahlkampf. Doch Landeschef Hahn schneidet auf dem Parteitag schwächer ab als die Nachwuchsstars. Foto: Uwe Zucchi Foto: dpa

Bad Hersfeld (dpa) - Der hessische FDP-Landesvorsitzende Jörg-Uwe Hahn hat zum Start in den Landtagswahlkampf einen Dämpfer hinnehmen müssen. Ein Parteitag in Bad Hersfeld bestätigte ihn am Samstag nur mit mäßigen 73,5 Prozent im Amt.


Zum Spitzenkandidaten der hessischen Liberalen wurde er am Sonntag mit deutlich höheren 83,3 Prozent gewählt, doch es blieb ein starker Block von Nein-Stimmen.

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Dabei wollte sich die Partei in Bad Hersfeld eigentlich Mut für die Doppelwahl in Land und Bund am 22. September machen. Hahn hatte vor 300 Delegierten die Chancen der FDP beschworen: «Wir setzen nicht auf Platz, sondern auf Sieg.» Der Parteichef griff SPD und Grüne scharf an. Aber auch vom Koalitionspartner CDU setzten sich die hessischen Liberalen bei ihrem Treffen ab.

Wirtschaftsminister Florian Rentsch wurde mit 88,1 Prozent zum Parteivize gewählt - und kam damit auf ein deutlich besseres Ergebnis als Hahn. Weiterer Stellvertreter blieb der Bundestagsabgeordnete Heinrich Kolb (77,8 Prozent). Auch bei der Landtagswahlliste schnitten Kultusministerin Nicola Beer und Rentsch besser ab als ihr Landesparteichef. Beer auf Platz zwei erhielt 88,9 Prozent, der Wirtschaftsminister wurde mit 87,5 Prozent auf Platz drei gewählt.

Bei der Wahl im Jahr 2009 hatte die FDP 16,2 Prozent der Stimmen im Land erhalten, sie stellte 20 Abgeordnete. Im künftigen Landtag dürfte die Fraktion deutlich kleiner werden. Entgegen den Umfragen werde die FDP wieder gut abschneiden, versicherte Hahn - wie zuvor in Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Niedersachsen. «Auf uns kommt es wieder einmal an», rief er den Delegierten zu. Nur so könne Schwarz-Gelb weiter regieren.