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Gericht will Mordprozess ohne Angeklagten fortsetzen

München (dpa) - Der Mordprozess um die tödlichen Schüsse auf einen Staatsanwalt in Dachau soll nach dem Willen des Münchner Landgerichts in Abwesenheit des kranken Angeklagten weitergehen. Der 55-Jährige habe seine Verhandlungsunfähigkeit mit der Ablehnung medizinischer Behandlung vorsätzlich herbeigeführt, sagte der Vorsitzende Richter. Der Verteidiger legte dagegen Beschwerde ein. Das Oberlandesgericht muss nun entscheiden, ob tatsächlich ohne den Angeklagten verhandelt werden darf. Der insolvente Transportunternehmer hatte im Januar im Dachauer Amtsgericht den 31 Jahre alten Staatsanwalt erschossen.

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