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Forscherin: Wetterchaos könnte mit Klimawandel zusammenhängen

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Küste in Brighton
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Großbritannien ist derzeit fest in der Hand von Regen und schweren Stürmen. Foto: Gerry Penny Foto: dpa
Schnee in New York
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Schneeräumdienst am Times Square in New York. Foto: Jason Szenes Foto: dpa
Dürre in Kalifornien
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Kalifornien leidet seit Monaten unter extremer Trockenheit. Foto: Wally Skalij Foto: dpa
Flugausfälle
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Hohe Schneehaufen liegen auf dem Flughafen in Arlington, Virginia. Tausende Flüge fielen aus. Foto: Shawn Thew Foto: dpa
Sturm an der britischen Küste
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Seit Wochen wird Großbritannien von schweren Stürmen heimgesucht. Foto: Dimitris Legakis Foto: dpa
Windschutzscheibe eines PKW
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Autobahnen wurden gesperrt, Bahn- und Flugbetrieb wurden stark beeinträchtigt. Foto: Lars Nicolaysen Foto: dpa
Sturmschäden in London
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In diesem Autowrack starb eine Frau in London, nachdem ein Gebäude teilweise zusammengebrochen war. Foto: Andy Rain Foto: dpa

Chicago (dpa) - Eiseskälte im Nordosten der USA, Dürre in Kalifornien und großflächige Überschwemmungen in Großbritannien: Das seit Wochen anhaltende Wetterchaos könnte nach Ansicht von US-Forschern mit dem Klimawandel zusammenhängen.


»Es stimmt überein mit dem Muster, das wir auf Basis unserer Daten erwarten«, sagte die Klimaforscherin Jennifer Francis von der Rutgers Universität beim Jahrestreffen des weltgrößten Wissenschaftsverbands American Association for the Advancement of Science (AAAS) in Chicago. Für eine definitive Aussage dazu sei es jedoch noch zu früh, betonte sie.

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Im Verdacht hat das Forscherteam um Francis den Jetstream, eine starke Luftströmung in großer Höhe, die die Großwetterlage in den USA und Europa mitbestimmt. Die Erwärmung der Arktis führe dazu, dass der Jetstream insgesamt schwächer werde und in größeren Wellen verlaufe, sagte Francis. Diese Wellen bewegen sich langsam und führen dazu, dass die Wetterlage sich über einen längeren Zeitraum nicht ändert. Beult sich eine Welle nach Norden, dann strömt warme Luft in den Süden, beult sie sich nach Süden, kommt kältere Luft aus der Arktis.

Für ihre Forschungen wertete Francis Wetterdaten seit 1980 aus und entdeckte besonders in den vergangenen beiden Jahrzehnten eine Schwächung des Jetstreams und deutlich größere Jetstream-Wellen - der Jetstream ufere also stärker nach Norden beziehungsweise Süden aus. Die Ergebnisse deckten sich mit denen einiger anderer Forscher, die ebenfalls Auffälligkeiten rund um die größeren Jetstream-Wellen beschrieben hätten.

Beim Jahrestreffen des Verbands AAAS diskutieren seit Donnerstag rund 6500 Wissenschaftler aus aller Welt über ihre Forschungen und stellen neue Ergebnisse vor. Der zum 180. Mal stattfindende Kongress steht in diesem Jahr unter dem Motto »Globalen Herausforderungen begegnen: Entdeckungen und Innovation«. Die AAAS mit Sitz in Washington gibt unter anderem das Fachjournal »Science« heraus.

Webseite des Treffens