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Film vom Tod eines DDR-Flüchtlings: Gericht prüft Rechte

Peter Fechter
Die Leiche von Peter Fechter wird weggetragen. Zuvor hatten die DDR-Grenzsoldaten den 18-Jährigen über Stunden verbluten lassen. Foto: Wolfgang Bera Foto: dpa

Karlsruhe (dpa) - Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe verhandelt heute über Rechte an den Filmaufnahmen vom Tod des DDR-Flüchtlings Peter Fechter 1962 an der Berliner Mauer. Der Film zeigt den Abtransport des sterbenden Fechters.


Umstritten ist, ob es sich um rein dokumentarische Aufnahmen handelt oder ob die Rechtsnachfolger des Kameramanns Ansprüche aus Urheber- oder Leistungsschutzrechten geltend machen können (Az. I ZR 86/12). Die Kläger werfen dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) vor, die Aufnahmen 2010 ohne ihre Zustimmung gesendet zu haben. Der Kameramann habe aber ihnen zuvor die Nutzungsrechte eingeräumt.

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DDR-Grenzposten hatten den damals 18 Jahre alten Fechter nahe dem Checkpoint Charlie auf Ost-Berliner Seite angeschossen. Obwohl Fechter um Hilfe rief, kam keiner der DDR-Grenzsoldaten dem im Todesstreifen verblutenden Fechter zu Hilfe.