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FDP klettert auf fünf Prozent, Piraten stürzen ab

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Die FDP überzeugt zurzeit mehr Wähler als die Piratenpartei. Foto: Daniel Karmann Foto: dpa

Hamburg (dpa) - Die FDP kann vor Beginn des Superwahljahres 2013 wieder Hoffnung schöpfen. Nach Monaten im Umfragekeller legten die Liberalen im neuen Wahltrend des Instituts Forsa für »Stern« und RTL im Vergleich zur Vorwoche um einen Punkt auf 5 Prozent zu.


Das ist der beste Wert der Liberalen seit Mitte September - und bringt die Partei um ihren umstrittenen Chef Philipp Rösler dem Wiedereinzug ins Parlament einen Schritt näher.

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Beim Vertrauen der Bevölkerung in das politische Spitzenpersonal liegen weiterhin zwei Frauen vorne. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) rangiert im »Stern«-Politikerranking vor der nordrhein-westfälischen Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD). Auf Platz drei aufgestiegen ist Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück fiel dagegen auf Rang vier zurück. FDP-Chef Rösler konnte den Aufschwung seiner Partei nicht nutzen - er bleibt abgeschlagen Letzter der Umfrage.

Auch mancher in der eigenen Partei traut dem Vorsitzenden nicht zu, die FDP erneut in den Bundestag zu führen. Schleswig-Holsteins FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki will im kommenden Bundestagswahlkampf eine führende Rolle übernehmen, wie er dem Wirtschaftsmagazin »Capital« (Ausgabe 1/2013) sagte. »Ich will nicht tatenlos zusehen, wie meine Partei vor die Hunde geht.« Er kritisierte etwa die Rolle Röslers bei der Euro-Rettung. Dieser werde »von weiten Teilen der Bevölkerung und Wirtschaft leider nicht als jener Krisenmanager wahrgenommen, der er als Parteichef sein müsste«.

Die Piratenpartei befindet sich im Wahltrend weiter im Sinkflug. Sie verlor einen Punkt und legte mit 3 Prozent ihr bislang schwächstes Ergebnis in der Umfrage hin. Die Werte der übrigen Parteien blieben unverändert. Der Union wollten 38 Prozent der Wähler ihre Stimme geben, 27 Prozent der SPD. Die Grünen hielten sich bei 14 Prozent, auf die Linke entfielen 8 Prozent.