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Facebook-Affäre: Hatten die illegalen Methoden von Camebridge Analytica Auswirkungen auf den Brexit?

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Jüngst war bekannt geworden, dass die Datenanalyse-Firma Cambridge Analytica sich unerlaubt Zugang zu Daten von mehr als 50 Millionen Facebook-Nutzern verschaffen konnte. Foto: Jens Büttner/Symbolbild Foto: dpa

Zur Aufarbeitung des Facebook-Datenskandals wollen europäische Grünen-Politiker Vertreter von Facebook und Cambridge Analytica zu einer Anhörung im EU-Parlament einladen. Außerdem habe man beantragt, dass der Ausschuss für Konstitutionelle Fragen den Informanten Christopher Wylie anhört, teilte der deutsche Abgeordnete Sven Giegold am Dienstag mit. So solle der Einfluss der Datenaffäre auf das Ergebnis des Brexit-Referendums untersucht werden.

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«Der Facebook-Skandal geht direkt ins Herz der Demokratie», sagte Giegold. «Sollte klar werden, dass illegale Methoden von Cambridge Analytica den Ausgang des Brexit-Referendums beeinflusst haben, ist die Legitimität der Abstimmung infrage gestellt.» Vergangene Woche hatte Parlamentspräsident Antonio Tajani eigenen Angaben zufolge bereits Facebook-Chef Mark Zuckerberg zu einer Befragung im Europaparlament eingeladen.

Vor einer guten Woche war bekanntgeworden, dass die Datenanalyse-Firma Cambridge Analytica sich unerlaubt Zugang zu Daten von mehr als 50 Millionen Facebook-Nutzern verschafft hat. Mit Hilfe dieser Daten sollen Wähler im US-Präsidentschaftswahlkampf zugunsten von Donald Trump gezielt mit Wahlwerbung beeinflusst worden sein. Wylie hatte als ehemaliger Mitarbeiter von Cambridge Analytica den Fall an die Öffentlichkeit gebracht. Einem Bericht des britischen «Observer» zufolge hat diese Wahlwerbung über Umwege auch beim Brexit-Referendum eine Rolle gespielt.

dpa/red