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Erschossener Hamburger Schüler in der Türkei beerdigt

Istanbul/Hamburg (dpa) - Der in den USA erschossene Hamburger Schüler Diren ist acht Tage nach seinem Tod auf der türkischen Bodrum-Halbinsel beerdigt worden. Zu der Bestattung seien etwa 70 Familienangehörige und Freunde angereist, wie eine Sprecherin der Familie sagte.

Direns Beisetzung
Familienangehörige und Freunde tragen in Yalikavak den Sarg des in den USA erschossenen Hamburger Schülers Diren. Foto: Stringer Foto: dpa
Abschied in der Türkei
Familienangehörige und Freunde beten am Sarg des erschossenen Diren. Foto: stringer Foto: dpa
Trauerfeier für Diren
Trauerfeier für Diren in Hamburg. Der in den USA getötete Schüler wird in der Türkei beerdigt. Foto: Bodo Marks Foto: dpa
Abschied in der Türkei
Beerdigung in der Türkei: Familie und Freunde verabschieden sich von Diren. Foto: stringer Foto: dpa
Trauernder Lehrer
Mit einer Schweigeminute gedachten Schüler und Lehrer wie Thomas Görris am Hamburger Gymnasium Allee des erschossenen Diren. Foto: Christian Charisius/Archiv Foto: dpa
Trauer um Diren
Der Vater des erschossenen Diren trauert am Sarg um seinen Sohn. Foto: Bodo Marks/Archiv Foto: dpa
Trauerfeier
Angehörige und Freunde trauern bei der Hamburger Trauerfeier um den erschossenen Diren. Foto: Bodo Marks Foto: dpa

Sein Sarg war mit der türkischen und der deutschen Fahne bedeckt. Auch deutsche Diplomaten in Ankara trauerten um den Jungen. «Unser ganzes Mitgefühl gilt seiner Familie+Freunden», twitterte die Deutsche Botschaft.

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Der 17-Jährige war vor acht Tagen im amerikanischen Missoula im Bundesstaat Montana in der Garage eines 29-Jährigen erschossen worden. Der Hausbewohner hatte in der Garage eine Falle für Einbrecher aufgebaut. Was der Teenager in der Garage suchte, blieb unklar.

Diren wurde bei Gündogan auf der Bodrum-Halbinsel begraben. Die Trauergemeinde versammelte sich zum muslimischen Mittagsgebet. Türkische Medien berichteten knapp über den Fall.

Mit einer Schweigeminute erinnerten Hamburger Schüler und Lehrer an den getöteten Jungen. Zu Unterrichtsbeginn erinnerte der Schulleiter in einer Lautsprecher-Durchsage an ihn - dabei erhoben sich alle Schüler von ihren Plätzen. Für Direns elfte Klassenstufe fand im Anschluss eine eigene Trauerveranstaltung in der Aula statt.

«Ich habe die Schüler selten so still, so voller Trauer erlebt», sagte der Beratungslehrer, Thomas Görris. Minutenlanges Schweigen habe den Raum erfüllt. Viele seien noch immer fassungslos.

Für die Betroffenen hat die Schule einen Gedenkraum im Erdgeschoss eingerichtet: Rote Vorhänge verdunkeln das Zimmer. Kerzen und Teelichter flackern auf den Tischen. Neben einer Packung Taschentücher liegt ein Kondolenzbuch aus. Einige Seiten wurden bereits mit Erinnerungen, auf Deutsch und Türkisch, gefüllt.

Ein Bekannter aus seinem Fußballverein schrieb: «Du warst ein sehr netter Mensch und ein guter Verteidiger. Ich werde an dich denken!» Zu lesen ist auch: «Diren, ich habe dich zwar kaum gekannt, aber wenn du Fußball spieltest, musste ich staunen.» Ein anderer erinnerte sich: «Ich bin sehr froh, dich kennengelernt zu haben. Du warst ein toller Mensch. Dein Tod nimmt mich sehr mit.»

Schulleiter Ulf Nebe sagte: «Natürlich ist starke Trauer und Ergriffenheit zu spüren. Heute war eine besondere Situation, da alle wieder aufeinandertrafen.» Auch die Lehrer seien «mitgenommen und betroffen». Die Beratungsstelle Gewaltprävention, die der Hamburger Schulbehörde unterstellt ist, begleitet nun das Gymnasium.

In den kommenden Wochen solle Direns Tod auch im Unterricht aufgearbeitet werden, sagte Schulleiter Nebe. So sollen etwa Briefe an die Familie geschrieben, im Unterricht Bilder gemalt oder der Raum des Gedenkens von Schülern mitgestaltet werden.

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