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Ein Jahr nach Brandkatastrophe: Grenfell Tower in Grün

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Grün angestrahlt
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Der ausgebrannte Grenfell Tower wird zur Erinnerung an die 72 Toten grün angestrahlt. Foto: Jonathan Brady/PA Wire Foto: dpa
Erinnerung
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Eine Frau betrachtet vor der Notting Hill Methodist Church Bilder und Nachrichten zur Erinnerung an den katastrophalen Brand im Grenfell Tower vor einem Jahr. Foto: Kirsty Wigglesworth/AP Foto: dpa
Schweigemarsch
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Menschen gehen bei einem Schweigemarsch zur Erinnerung an die Brandkatastrophe durch London. Foto: David Mirzoeff/PA Wire Foto: dpa
Gottesdienst
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Angehörige verfolgen den Gottesdienst am Fuß des Grenfell Towers. Foto: Stefan Rousseau/PA Wire Foto: dpa
Ausgebrannter Grenfell Tower
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Der ausgebrannte Grenfell Tower wenige Tage nach der Katastrophe: In dem Hochhaus waren Untersuchungen zufolge Brandschutzauflagen ignoriert worden. Foto: David Mirzoeff/PA Wire Foto: dpa
Gedenken in London
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In London erinnern grüne Schleifen und aus Pappe geschnittene menschliche Silhouetten an die Opfer der Brandkatastrophe. Foto: Kirsty Wigglesworth/AP Foto: dpa
Englische Nationalspieler gedenken
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Im WM-Teamquartier in Selenogorsk gedenken Spieler der englischen Fußball-Nationalmannschaft der Opfer der Brandkatastrophe. Foto: Owen Humphreys/PA Wire Foto: dpa
Downing Street 10
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Auch Downing Street Nummer 10, der Sitz der britischen Premierministerin, leuchtet in Grün. Foto: Edward Lawrence/PA Wire Foto: dpa
Gedenken an Brand im Grenfell Tower
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Ein Banner mit einem grünen Herz hängt am Grenfell Tower. Foto: Victoria Jones/PA Wire Foto: dpa

Es war die größte Brandkatastrophe in der jüngeren britischen Geschichte: Nur eine Ruine ist vom Grenfell-Hochhaus übrig geblieben. Dutzende Menschen starben vor einem Jahr qualvoll in den Flammen.


London (dpa) - Mit Gedenkveranstaltungen ist an die 72 Opfer der Brandkatastrophe im Grenfell Tower in London erinnert worden. Anlässlich des Jahrestages wurde das ausgebrannte Hochhaus in Grün angestrahlt.

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Mit einem 72 Sekunden langen Schweigen wurde der Toten gedacht - eine Sekunde für jedes Opfer. Auch die englische Fußballmannschaft im russischen WM-Teamquartier beteiligte sich.

Zu der Katastrophe kam es am 14. Juni 2017 im Westen der britischen Hauptstadt, als ein defekter Kühlschrank Feuer fing. Die Flammen breiteten sich in rasendem Tempo in dem 24-stöckigen Sozialbau aus. Es ist der Brand mit den meisten Opfern seit dem Zweiten Weltkrieg in Großbritannien.

Im Flammenmeer spielten sich dramatische Szenen ab. Vom Feuer eingeschlossene Bewohner versuchten nachts verzweifelt, mit Taschenlampen an Fenstern auf sich aufmerksam zu machen. Andere verabschiedeten sich per Handy von ihren Angehörigen.

Im Rahmen der Aktion «Grün für Grenfell» leuchteten nun zur Erinnerung auch andere Einrichtungen in Grün, etwa Regierungsgebäude und das Riesenrad London Eye. Ein Gottesdienst und ein Schweigemarsch durch den Westen Londons wurden ebenfalls organisiert. Plakate mit Aufschriften wie «Grenfell für immer in unseren Herzen», Fotos von Opfern, Blumen und Teddybären wurden nahe der Brandruine abgelegt.

In dem Hochhaus waren Untersuchungen zufolge Brandschutzauflagen ignoriert worden. Vor allem eine neu angebrachte Fassadenverkleidung aus brennbarem Kunststoff soll den Grenfell Tower zur Todesfalle gemacht haben. Die ersten Anweisungen der Feuerwehr an die Mieter, in den Wohnungen zu bleiben, stehen ebenfalls in der Kritik. Erst später wurde die Evakuierung des brennenden Gebäudes angeordnet.

Kritik gibt es auch an lokalen Behörden. 68 Familien haben noch heute kein neues dauerhaftes Zuhause, sondern sind in Hotels untergebracht.

Nach der Katastrophe zeigte sich, dass Hunderte Hochhäuser in Großbritannien die gleiche, gefährliche Fassadenverkleidung wie am Grenfell Tower haben. In Deutschland dauern die Überprüfungen von Hochhäusern an. Die Bauaufsichtsbehörden seien angewiesen worden, zu überprüfen, «ob vergleichbare Fälle in Deutschland sein könnten», sagte der Vorsitzende des für Baurecht zuständigen Ausschusses bei der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau, Thomas Herbert.

Tweet der englischen Fußballmannschaft