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eCall: Autohersteller bauen Notfallsystem in neue Modelle ein

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eCall: Notfallsystem in allen neuen Modellen
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Notrufsystem eCall- Ein Schriftzug "SOS" ist auf dem Display eines Bordcomputers mit Touchpad eines Volkswagen Fahrzeuges zu sehen. Alle neuen Automodelle in Europa werden ab Ende März mit dem Notfallsystem eCall ausgestattet, das nach einem Unfall automatisch die Rettungsdienste alarmiert. Darauf wies der europäische Herstellerverband Acea am 28.03.2018 hin. Foto: Julian Stratenschulte/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Das Auto-Notfallsystem eCall soll das Potenzial haben, viele Menschenleben zu retten, weil es die Reaktionszeit von Rettungsdiensten verkürzt. Gute Nachricht für Autofahrer: Bald werden alle neuen Modelle in Europa damit ausgestattet.


Alle neuen Automodelle in Europa werden ab Ende März mit dem Notfallsystem eCall ausgestattet, das nach einem Unfall automatisch die Rettungsdienste alarmiert. Darauf hat der europäische Herstellerverband Acea am Mittwoch hingewiesen. Das System ist ab 31. März in der Europäische Union (EU) Pflicht für neu zugelassene Typen.

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«eCall hat das Potenzial, viele Menschenleben zu retten, indem es die Reaktionszeit der Rettungsdienste verkürzt», erklärte Acea-Generalsekretär Erik Jonnaert. Rettungswagen, Feuerwehr und Polizei könnten künftig so schnell wie möglich in der so entscheidenden Zeit unmittelbar nach einem Unfall reagieren.

Das neue System stellt nach einem Unfall automatisch eine Sprachverbindung zur nächsten Rettungsleitstelle her. Falls die Insassen nicht reagieren, können auf Grundlage von GPS-Daten direkt Rettungsdienste zum Unfallort geschickt werden. Dies soll nach Erwartung der EU-Kommission die Reaktionszeiten auf dem Land um 50 und in der Stadt um 40 Prozent verringern.

Experten zufolge sinkt die Überlebenschance bei lebensgefährlich Verletzten pro Minute um zehn Prozent. Die EU-Kommission rechnet vor, dass europaweit mit eCall bis zu 2500 Menschenleben pro Jahr gerettet werden könnten. Das Europaparlament geht von bis zu 1500 aus.

dpa