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Die meisten Geiseln in Nairobi sind frei

Sicherheitskräfte gehen in Stellung
Sicherheitskräfte gehen vor dem von Islamisten überfallenen Einkaufszentrum in Stellung. Foto: Dai Kurokawa Foto: dpa
Schussbereit
Schussbereit: Das Westgate-Einkaufszentrum wurde von Bewaffneten abgeriegelt. Foto: Daniel Irungu Foto: dpa
Verwundet
Ein verwundeter Mann wird aus dem Einkaufszentrum getragen. Foto: Daniel Irungu Foto: dpa
Tatort
Vor dem Westgate wird ein Verletzer behandelt. Foto: Daniel Irungu Foto: dpa
In Sicherheit
Während einige Kunden als Geiseln genommen wurden, konnten diese Personen das Gelände verlassen. Foto: Daniel Irungu Foto: dpa
Hubschraubereinsatz
Hubschraubereinsatz: Somalische Islamisten haben ein Einkaufszentrum in Nairobi überfallen. Foto: Dai Kurokawa Foto: dpa
Großeinsatz in Nairobi
Während die ersten Verletzten abtransportiert werden, haben sich rund um das Einkaufszentrum Sicherheitskräfte verteilt. Foto: Daniel Irungu Foto: dpa
Westgate-Einkaufszentrum
Das Westgate-Einkaufszentrum ist ein beliebter Treffpunkt für wohlhabende Kenianer und im Land lebende Ausländer. Foto: Daniel Irungu Foto: dpa
Augenzeugen
Augenzeugen berichteten von einer Explosion. Foto: Daniel Irungu Foto: dpa
Hektische Rettung
Zahlreiche Maskierte sollen im Gebäude um sich geschossen haben. Foto: Daniel Irungu Foto: dpa

Nairobi (dpa) - Die meisten Geiseln im von Islamisten besetzten Einkaufszentrum in Nairobi sind frei. Weniger als zehn Menschen befänden sich noch in der Gewalt der Angreifer, sagte der Sprecher der kenianischen Streitkräfte, Oberst Cyrus Oguna, am Sonntagabend der Nachrichtenagentur dpa.


Wie viele Gegner den Sicherheitskräften noch gegenüberstünden, könne er nicht öffentlich machen. Die Streitkräfte hätten aber den größten Teil des vierstöckigen Gebäudes unter ihre Kontrolle gebracht, sagte Oguna. Dies sei sehr wichtig. Vier kenianische Soldaten seien bei dem jüngsten Einsatz verletzt worden.

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In die Geiselbefreiung waren demnach auch Spezialkräfte aus Israel und den USA einbezogen. Dabei ging es anscheinend vor allem um Aufklärung. Ob ausländische Spezialkräfte mit in das Gebäude eindrangen, blieb unklar. Offen ließ der Militärsprecher, ob neben Somaliern auch Terroristen aus anderen Staaten zu den Geiselnehmern gehörten. Kämpfer der radikalislamischen Miliz Al-Shabaab aus Somalia hatten das Einkaufszentrum am Samstagmittag gestürmt und hielten sich seitdem in dem Gebäude verschanzt.

«Die Angreifer befinden sich in verschiedenen Teilen des Gebäudes», sagte Oguna. «Wir wissen nicht, wann diese Belagerung enden wird. Wir versuchen, den Einsatz rasch zu Ende zu bringen.»

Bei der Attacke der islamistischen Terroristen waren mindestens 68 Menschen getötet sowie 175 weitere verletzt worden. Mehr als 1000 Menschen sollen sich zum Zeitpunkt des Angriffs in dem Gebäude befunden haben. Die Al-Shabaab erklärte in einem Bekennervideo, sie wolle Kenia zu einem der unsichersten Orte der Welt machen, weil kenianische Soldaten in Somalia gegen die Miliz gekämpft hätten. «Es wird nie Frieden für Euch geben, solange Ihr Eure Aggression fortsetzt», hieß es.

Unter den Toten sind mehrere Ausländer, darunter drei Briten, zwei Französinnen, zwei Kanadier und eine Niederländerin. Mehrere US-Bürger wurden verletzt. Auch der bekannte ghanaische Dichter Kofi Awoonor kam ums Leben. Das Auswärtige Amt in Berlin hatte zunächst keine Hinweise darauf, dass Deutsche betroffen sind. Interpol und viele Regierungen der Welt boten Kenia ihre Hilfe bei der Strafverfolgung der Täter an.

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