Bürgermeister in Sachsen-Anhalt tritt wegen NPD-Demo zurück

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Neonazis
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So wie hier im hessischen Friedberg kommt es bundesweit immer wieder zu rechtsextremen Demonstrationen. In Tröglitz (Sachsen-Anhalt) veranlasste nun eine geplante NPD-Demonstration den Rücktritt des Bürgermeisters. Foto: Boris Roessler/Archiv Foto: dpa

Berlin (dpa) - Der Rücktritt des Tröglitzer Bürgermeisters wegen einer geplanten NPD-Demonstration vor seinem Haus ist aus Sicht der Amadeu Antonio Stiftung eine »Katastrophe für die lokale Demokratie«.


Der Fall aus dem Burgenlandkreis zeige, dass es vielerorts noch immer keine tragende Zivilgesellschaft gebe - allen Anti-Pegida-Aktionen und ähnlichen Erfolgen der jüngsten Zeit zum Trotz, sagte die Stiftungs-Vorstandsvorsitzende Anetta Kahane der Deutschen Presse-Agentur. »Es zeigt sich, wie dünn die Decke ist.«

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Ortsbürgermeister Markus Nierth war zurückgetreten, weil er sich und seine Familie unzureichend geschützt sah. Rechtsextreme hatten vor seinem Haus gegen die Unterbringung von Flüchtlingen in dem Ort demonstrieren wollen. Dass Nierth keine Unterstützung erfahren habe, sei »unerträglich« und eine »Bankrotterklärung«, sagte Kahane. Der Ort brauche nun massive Unterstützung vonseiten der Landesregierung.

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