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Bub (10) auf Klassenfahrt einer Grundschule von drei Mitschülern vergewaltigt

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Vergewaltigung auf Klassenfahrt in Uckermark – zehnjähriger Bub von Mitschülern vergewaltigt
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Ein zehnjähriger Schüler einer Berliner Grundschule wurde auf einer Klassenfahrt brutal von seinen Mitschülern vergewaltigt. Die Täter bleiben straffrei, da sie unter 14 Jahre alt waren und damit strafunmündig sind. (Foto: Peter Endig/dpa)

Uckermark/Berlin – Die unfassbare Tat eines jungen Schüler-Trios schockiert nicht nur Eltern, Lehrer und Behörden: Drei Schüler im Alter von 10 und 11 Jahren sollen einen 10-jährigen Buben auf einer Klassenfahrt gemeinsam vergewaltigt haben. Für die Täter bleibt der Übergriff nahezu folgenlos – denn sie sind noch nicht strafmündig.

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Die Schüler der Berliner Grundschule befanden sich auf Klassenfahrt im Kreis Uckermark im Nordosten Brandenburgs. Die Unterkunft war das idyllisch gelegene Schloss Kröchlendorff. Dort geschah auch die abscheuliche Tat. An einem Abend hielten die beiden elfjährigen Schüler ihren zehnjährigen Klassenkameraden fest, während der zehnjährige Haupttäter den Buben vergewaltigte.

Erst etwa eineinhalb Wochen später kam dieser schwere Fall des sexuellen Missbrauchs ans Licht. Weder die drei Lehrer noch ein Erzieher, die die Klassenfahrt begleiteten, bekamen von dem Übergriff etwas mit.

Besonders abscheulich: Die drei Täter kündigten ihrem Mitschüler die Tat bereits am Nachmittag an. Am Abend machten sie ihre Drohung wahr. Doch selbst im Vorfeld hatte sich der Bub offensichtlich nicht an eine Vertrauensperson wenden können.

Schule ergriff Maßnahmen

Wegen des Opferschutzes gibt die Polizei keine Details zu der Vergewaltigungstat bekannt. Erst Tage nach der Tat vertraute sich ein Freund des Opfers einem Sozialarbeiter an, der die Schulleitung informierte, die sich daraufhin an die Polizei wendete. Aus strafrechtlicher Sicht bleibt der Missbrauch für die Täter folgenlos. Da sie unter 14 Jahre alt sind, gelten sie als strafunmündig und bleiben damit straffrei.

Laut einem Bericht der B.Z. stammt der als gewaltbereit geltende Haupttäter aus Afghanistan. Er und seine beiden aus Afghanistan und Syrien stammenden Mittäter wurden der Schule verwiesen. Auch das Opfer wechselte auf eigenen Wunsch die Schule. Das zuständige Bezirksamt prüft derzeit, ob die Täter außerhalb einer öffentlichen Schule in sogenannten Kleingruppen unterrichtet und betreut werden können.

Gegenüber dem Berliner Kurier äußerte sich auch Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) schockiert: „Das ist ein entsetzlicher Fall, ich bin schockiert. Ich finde es richtig und wichtig, dass alle Institutionen vom ersten Tag an kooperiert haben – die Polizei, das Jugendamt und die Schule, die sofort schulpsychologische Maßnahmen ergriffen hat.“

 

 

red/fb

 

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