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Brasilien meldet mehr als 15.30 neue Corona-Fälle

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Jair Bolsonaro
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Drängt auf eine Rückkehr zur Normalität: Präsident Jair Bolsonaro. Foto: Eraldo Peres/AP/dpa Foto: dpa

Immer mehr Krankenhäuser in Brasilien haben keine freien Intensivbetten mehr. Grund dafür: Die Corona-Infektionen haben deutlich zugenommen. Präsident Bolsonaro drängt dennoch auf eine rasche Rückkehr zur Normalität.


Brasília (dpa) - Die Zahl der Coronafälle steigt in Brasilien dramatisch an. 15.305 neue Infektionen innerhalb von 24 Stunden meldete das Gesundheitsministeriums in Brasília. Das ist ein weiterer Negativrekord in dem südamerikanischen Land für einen 24-stündigen Zeitraum.

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Nach den Daten vom Mittwochabend waren 11.385 neue Infektionen innerhalb von 24 Stunden registriert worden. Zwischen Montag und Dienstag waren erstmals mehr als 800 Todesopfer in dem Zeitraum erfasst worden. Insgesamt sind in Brasilien nach offiziellen Angaben bislang 14.817 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. 218.223 Infizierte wurden inzwischen registriert.

Nach den Daten der in den USA beheimateten Johns-Hopkins-Universität liegt das mit mehr als 200 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichste Land Lateinamerikas damit weiter sowohl bei der Zahl der Todesopfer als auch der Zahl der Infizierten nun auf Platz sechs der am schwersten betroffenen Länder. Immer mehr Krankenhäuser haben keine freien Intensivbetten mehr, provisorische Kliniken öffnen. Auf Friedhöfen werden die Leichen in Massengräbern beerdigt.

Der rechtspopulistische Präsident Jair Bolsonaro, der durch ein Verfahren wegen politischer Einflussnahme auf die Bundespolizei geschwächt ist, drängt dennoch auf eine rasche Rückkehr zur Normalität. Inmitten der sich verschärfenden Corona-Krise räumte Gesundheitsminister Nelson Teich nach nur einem Monat im Amt am Freitag vor allem wegen Unstimmigkeiten über den Einsatz von Cloroquin in der Covid-19-Behandlung seinen Posten.

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