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Blutmond und XXL-Finsternis heute Abend: Wie Du das perfekte Foto schießt

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Mondfinsternis heute Abend wird die längste des Jahrhunderts – Blutmond und roter Mars
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Die XXL-Blutmond-Finsternis heute Abend wird die längste des 21. Jahrhunderts. Die totale Finsternis, also die Zeit in der der Mond vollständig vom Erdschatten verdeckt wird, dauert von 21.30 bis etwa 23.10 Uhr an. Foto: Redaktion Traunsteiner Tagblatt

Wer den Blutmond bei der längsten Mondfinsternis des Jahrhunderts heute Abend in schönen Fotos festhalten will, muss ein paar Dinge beachten. Wir zeigen Euch, wie das perfekte Foto vom dunklen Nachthimmel gelingt.


Wenn das Wetter heute Abend mitspielt, musst Du Dir nur noch drei Dinge zurechtlegen: System- oder Spiegelreflexkamera, ein Teleobjektiv und ein Stativ oder eine stabile Unterlage an einem ruhigen, ungestörten Ort. Dann kann es auch schon losgehen:

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Der Mond wird gegen 21 Uhr (im Süden früher, im Norden später) am Horizont im Südosten aufgehen (ab 20.45 Uhr wird es dunkel genug sein). Die totale Finsternis beginnt dann etwa ab 21.30 Uhr. Dann hast Du mindestens eineinhalb Stunden Zeit, das perfekte Foto zu schießen. Höhepunkt ist in Süddeutschland um 22.22 Uhr. Und gegen 23.10 Uhr endet die totale Finsternis. Das astronomische Schauspiel dauert dann aber noch bis etwa 0.20 Uhr an.

Alle Infos zur XXL-Finsternis:   Blutmond und roter Mars bei Jahrhundert-Himmelsspektakel

Fotos vom Blutmond: Empfindlichkeit (ISO) herunterregeln

Aufgrund der großen Distanz, ist für gute Fotos unbedingt ein Teleobjektiv notwendig. Ein 200-Millimeter-Objektiv reicht aus, mit 400 mm lässt sich der Mond allerdings nochmal deutlich näher heranholen. Bei kleineren Weiten und insbesondere bei Handyfotos erscheint der Mond nur sehr klein auf dem Bild.

Für festen Halt sorgt ein Stativ oder eine feste Unterlage wie ein Tisch, ein Geländer, eine Mauer etc.

Bevor es ans Knipsen geht, musst Du noch die Empfindlichkeit der Kamera einstellen. Diese sollte nicht zu hoch sein, da bei hohen ISO-Werten die Bilder schnell verrauschen und unklar werden.

Kleiner ISO, lange Belichtung: Wer deutliche Bilder mit satten Farben will, sollte eine längere Belichtungszeit einstellen. Hier muss man etwa variieren und die beste Mischung ausprobieren. Das Problem ist die Erdrotation: Führt man eine Langzeitbelichtung durch, verschiebt sich das Bild und die hellen Bereiche verschwimmen. Profis haben hier Stative bzw. Kameras, die sich an die Erddrehung anpassen und die Kamera entsprechend mitbewegen.

Wer neben dem Mond auch noch den Mars oder gar die ebenfalls mit bloßem Auge erkennbaren Planeten Saturn und Jupiter genauer beachten oder gar fotografieren will, benötigt auf jeden Fall ein Teleskop.

 

 

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