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Auszeit von der Hitze: Wochenende mit moderaten Temperaturen

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Regen im Süden
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Regentropfen haften an den Blättern eines Strauches. Foto: Karl-Josef Hildenbrand Foto: dpa
Zugausfälle
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Leere Gleise und Bahnsteige sind im Hamburger Hauptbahnhof zu sehen. Nach dem Unwetter in Norddeutschland kommt es weiterhin zu Zugausfällen. Foto: Bodo Marks Foto: dpa
Zugverspätungen durch Unwetter
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Wie geht es weiter? Reisende warten in Köln am Informationsschalter der Bahn. Foto: Marek Majewsky Foto: dpa
Verspätungen und Ausfälle
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«Zug fällt aus» und «Sturmschäden» steht in den frühen Morgenstunden mehrfach auf einer Anzeigetafel im Hauptbahnhof in Hamburg. Foto: Bodo Marks Foto: dpa
Unwetter in Niedersachsen
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Eine Unwetterfront zieht im Landkreis Hildesheim auf. Foto: Julian Stratenschulte Foto: dpa
Warten
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In langen Schlangen stehen Reisende vor dem Reisezentrum im Hamburger Hauptbahnhof. Foto: Bodo Marks Foto: dpa
Umgerissen
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Trümmer eines Gerüstes liegen in der Bremer Innenstadt. Am Abend zuvor hatte starker Wind während eines Gewitters das Gerüst an der Liebfrauenkirche umgerissen. Foto: Jörg Sarbach Foto: dpa
Schäden beseitigen
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Einsatzkräfte der Feuerwehr beseitigen die Schäden nach einem Unwetter in Wiesbaden. Foto: Sebastian Stenzel/Wiesbaden112.de Foto: dpa

Nach den Unwettern müssen Bahnreisende am Freitag Verspätungen und Zugausfälle hinnehmen. Zum Teil halten die Probleme noch übers Wochenende an. Regen und Sommergewitter haben jedoch nur ein kurzes Gastspiel gegeben. Richtig heiß wird es erstmal aber nicht.


Offenbach/Berlin (dpa) - Mit Sonne und maximal 31 Grad steht Deutschland in weiten Teilen ein entspanntes Sommerwochenende bevor. Vor allem am Samstag bleiben die Temperaturen moderat bei höchstens 27 Grad, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilte.

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Einzig im Norden muss vereinzelt mit Schauern gerechnet werden. Im Süden wird es heiter und sonnig. Am Montag kehrt die Hitze langsam wieder zurück - im Osten kann es örtlich 33 Grad und heißer werden.

Nach dem Unwetter am Donnerstagabend mussten sich Bahnreisende am Freitag auf mehreren Fernverkehrsverbindungen auf Einschränkungen einstellen. Am Morgen war die wichtige Strecke Hamburg-Hannover zeitweise gesperrt.

Am Donnerstag hatten auf der ICE-Linie 10 in Ostwestfalen zudem mehrere Bäume im Gleis zu Ausfällen geführt. Diese Sperrung ist seit dem späten Donnerstagabend behoben, teilte die Bahn mit. Insgesamt richtete Tief «Oriana» auf einer Länge von rund 60 Kilometern Schäden an, unter anderem waren Oberleitungen betroffen.

Reisende auf der Strecke zwischen Berlin und dem Rheinland mussten mit Verspätungen von rund einer halben Stunde einkalkulieren. Für gestrandete Zugreisende hatte das Unternehmen in der Nacht an mehreren Bahnhöfen wie Dortmund, Hamm/Westfalen, Hannover, Braunschweig und Berlin Aufenthaltszüge bereitgestellt.

Wie die Deutsche Bahn am Freitagabend mitteilte, ist auch am Wochenende auf der Bahnstrecke zwischen Berlin und dem Ruhrgebiet mit einer längeren Fahrzeit zu rechnen. Zwischen Wolfsburg und Hannover gebe es nach dem Gewittertief weiterhin eine Störung. Die Züge werden bis mindestens Montag über Braunschweig umgeleitet, wodurch die ICE-Züge nach Angaben der Bahn jeweils etwa 30 Minuten länger unterwegs sind.

Am Donnerstag war nach mehreren Tagen ohne Abkühlung eine Unwetterfront über Deutschland gezogen und hatte vor allem im Westen und Norden viele Schäden angerichtet. Mehrere Menschen wurden durch umstürzende Bäume verletzt.

Besonders heftig war der Sturm am Donnerstag im Raum Hannover und an der Nordsee, wie ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am frühen Freitagmorgen sagte. An der Küste seien Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 Stundenkilometern gemessen worden. Wegen der Gewitterfront war am Donnerstagnachmittag an Deutschlands größtem Flughafen in Frankfurt für etwa eine halbe Stunde der Betrieb eingestellt worden.

Trotz der Unwetter ist die Trockenheit der vergangenen Wochen nach wie vor ein großes Problem. Der Landkreis Kassel hat verboten, Wasser aus Flüssen, Bächen und Seen zur Bewässerung zu entnehmen, damit sich die Lebensbedingungen für Fische und andere Organismen nicht weiter verschlechtern. Wer sich nicht an das Verbot halte, müsse mit einem Bußgeld von bis zu 50 000 Euro rechnen. In Oberbayern kämpfte die Feuerwehr am Freitag weiter gegen einen Brand im Bergwald.

Das Bundesumweltministerium hofft angesichts von Hitze, Dürre und Unwettern in diesem Sommer auf ein Umdenken für mehr Klimaschutz in der Bevölkerung und in der Regierung. «Erstmals ist es ja jetzt in diesem Sommer so, dass das Thema in der breiten Öffentlichkeit diskutiert wird», sagte Umwelt-Staatssekretär Jochen Flasbarth am Freitag im «SWR2 Tagesgespräch».

Nach dem ZDF-Politbarometer hält eine überwiegende Mehrheit der Deutschen die wochenlange Hitze für nicht mehr normal. 68 Prozent der Befragten sehen die hohen Temperaturen als eine Folge des Klimawandels. Für 28 Prozent liegt die Hitze im Bereich üblicher Wetterschwankungen.

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