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Außenpolitischer «Falke» Abe will Japans Premier werden

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Shinzo Abe war von der damals regierenden LDP 2006 zum Premier gewählt worden. Nach nur einem Jahr war er jedoch überraschend abgetreten. Foto: Everett Kennedy Brown Foto: dpa

Tokio (dpa) - Der als außenpolitischer «Falke» geltende frühere japanische Ministerpräsident Shinzo Abe will erneut an die Macht. Der Konservative wurde zum Vorsitzenden der oppositionellen Liberaldemokratischen Partei (LDP) gewählt.


Er ist bekannt für seine harte Haltung gegen China, mit dem Japan derzeit um Inseln im Ostchinesischen Meer streitet. Abe war von der damals regierenden LDP 2006 zum Premier gewählt worden. Nach nur einem Jahr war er jedoch überraschend abgetreten. Bei der möglicherweise schon bald anstehenden Parlamentswahl will Abe seiner Partei zur Rückkehr an die Macht verhelfen, die sie 2009 an die Demokratische Partei DPJ von Ministerpräsident Yoshihiko Noda verloren hatte.

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Abe setzte sich erst in einer Stichwahl gegen den früheren Verteidigungsminister Shigeru Ishiba durch. Während seiner Zeit als Regierungschef hatte sich Abe für eine Änderung der pazifistischen Nachkriegsverfassung ausgesprochen und eine Erziehungsreform zur Stärkung des Patriotismus an den Schulen des Landes durchgesetzt.

Im wieder aufgeflammten Streit mit China um die in Japan Senkaku und in China Diaoyu genannten Inseln sprach sich Abe kürzlich für Maßnahmen aus, um Japans Kontrolle über die Inseln zu stärken. Der Inselstreit mit China hat in China zu massiven japanfeindlichen Protesten geführt. Um das Archipel gibt es reiche Fischgründe. Auch werden große Öl- und Gasvorkommen vermutet.