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ADFC: Fahrradfahren mit Helm soll freiwillig bleiben

Radfahrerin mit Helm
Eine Frau mit Helm fährt bei Regen auf dem Fahrrad durch Berlin. Foto: Hannibal/Archiv Foto: dpa

Rostock (dpa) - Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) beharrt trotz eines Urteils auf der Freiwilligkeit des Helmtragens. «Manche Radfahrer sind aber verunsichert», sagte Rechtsanwalt Markus Dollries, beim ADFC Mecklenburg-Vorpommern für rechtliche Fragen zuständig.


Sie hätten Angst vor einer zwangsläufigen Mitschuld auch im Falle eines unverschuldeten Unfalls. Möglicherweise werde auf Dauer die Nachfrage nach Helmen steigen.

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Laut Oberlandesgericht in Schleswig hat ein Radfahrer, der keinen Kopfschutz trägt, bei einem Unfall eine Mitschuld, wenn ein Helm die Kopfverletzungen vermieden oder gemindert hätte (Az. 7 U 11/12).

Der ADFC hat angekündigt, die betroffene Fahrradfahrerin bei der Revision vor dem Bundesgerichtshof zu unterstützen. Die Frau war wegen einer plötzlich geöffneten Autotür gestürzt und hatte sich schwere Kopfverletzungen zugezogen.

«Wir müssen nicht den Radfahrer sicherer machen, sondern die Radwege», sagte Dollriess. «Wir können einen Radfahrer nicht in einen Panzer kleiden, damit er genausoviel Blech um sich hat wie beim Auto.»