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Ägyptens Staatschef begnadigt inhaftierte Demonstranten

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Ägyptens Präsident Mursi
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Ägyptens Präsident Mursi sagte in Teheran, die Unterstützung der Revolution in Syrien sei «eine moralische Pflicht sowie eine politische und strategische Notwendigkeit». Foto: Khaled Elfiqi/Archiv Foto: dpa

Kairo (dpa) - Der ägyptische Präsident Mohammed Mursi hat am Montagabend alle politischen Gefangenen begnadigt, die seit dem Ausbruch der Proteste gegen den früheren Machthaber Husni Mubarak inhaftiert wurden.


Die Amnestie gilt für alle bereits verurteilten Gefangenen sowie diejenigen Demonstranten, die noch vor Gericht stehen, berichtete die Agentur Mena. Ausgenommen sind lediglich Häftlinge, die wegen Mordes verurteilt wurden.

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Wie viele Ägypter von dieser Amnestie betroffen sind, war nicht sofort klar. Nach Darstellung von Aktivisten sind während des Volksaufstands sowie in dem Machtvakuum nach dem Sturz von Mubarak im Vorjahr mehrere tausend Demonstranten von ägyptischen Militärgerichten verurteilt worden, berichtete der arabische Sender Al-Dschasira. Eine Gruppe sprach gar von bis zu 5000 politischen Gefangenen.