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10 000 Menschen bilden Kette gegen Rechtsextreme in Dresden

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Kette in Dresden
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Wie in den Vorjahren sperren die Menschen mit einer Kette die Innenstadt ab, um den Aufmarsch rechtsgerichteter Demonstranten zu verhindern. Foto: Arno Burgi Foto: dpa
Dresden
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Polizisten sichern die Dürerstraße am Güntzplatz. Foto: Arno Burgi Foto: dpa
Dresden
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Vor dem Hauptbahnhof stehen sich rechtsgerichtete Demonstranten (hinten) und Gegendemonstranten gegenüber. Foto: Arno Burgi Foto: dpa
Dresden
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Im Bombenhagel am 13. und 14. Februar 1945 wurde Dresden in Schutt und Asche gelegt. Wie viele Menschen in der damals 600 000 Einwohner zählenden Stadt starben, konnte nie genau ermittelt werden. Foto: Arno Burgi Foto: dpa
Gedenken
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Gedenken: Zehntausende verloren bei der Bombardierung Dresdens im Februar 1945 ihr Leben. Foto: Matthias Hiekel/Archiv Foto: dpa

Dresden (dpa) - Aus Protest gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit haben mehr als 10 000 Demonstranten in Dresden eine Menschenkette gebildet. Die Aktion am Jahrestag der Zerstörung Dresdens im Zweiten Weltkrieg ist seit langem die Antwort der Bürger auf Aufmärsche von Neonazis.


Diese wollten sich am Mittwochabend nahe der Innenstadt zu ihrem genehmigten Aufzug versammeln. Allerdings hatten schon am Nachmittag mehrere Tausend Menschen die Straßen rund um den geplanten Sammelpunkt besetzt.

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In den Vorjahren musste der Marsch der Neonazis wegen Blockaden wiederholt abgesagt oder stark verkürzt werden. Im vergangenen Jahr waren mehr als 13 000 Menschen gegen rechts zu der Menschenkette zusammengekommen.

Rund 3500 Polizisten aus ganz Deutschland sollten am Mittwoch Zusammenstöße zwischen Neonazis und ihren Gegnern verhindern. Das Bündnis «Dresden Nazifrei» hatte unter dem Slogan «Nicht lange fackeln - Nazis blockieren» zum Widerstand aufgerufen. Schon Stunden vor dem geplanten Neonazi-Marsch waren Straßen und Kreuzungen zugestellt.

Das Bündnis sprach von gut 4000 Blockierern. Die Angaben sind aber kaum zu überprüfen, weil es an mehrere Stellen der Stadt zu Ansammlungen kam. Als Rechtsextreme am Abend auf dem Hauptbahnhof landeten, konnten sie wegen Blockaden zunächst nicht zu ihrem Sammelpunkt gelangen.

Dresdens Innenstadt war am 13. Februar 1945 und an den folgenden Tagen bei Angriffen britischer und amerikanischer Bomber stark zerstört worden. Nach Schätzungen starben damals etwa 25 000 Menschen.

Polizeiticker

Demoticker des Bündniss Nazifrei