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Südkorea verschiebt Satellitenstart wegen technischer Probleme

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Der dritte Anlauf Südkoreas, erstmals von eigenem Boden aus einen Forschungssatelliten auf eine Erdumlauf zu bringen, ist vorerst gescheitert. Foto: YONHAP Foto: dpa

Seoul (dpa) - Südkorea hat den heute geplanten dritten Versuch eines Satellitenstarts von eigenem Boden aus wegen technischer Probleme verschoben. Wenige Stunden vor dem Start sei ein Leck in der Verbindungsleitung zwischen der Trägerrakete und der Startrampe entdeckt worden.


Der Start werde um mindestens drei Tage verschoben, da die Rakete zur Behebung des Problems und Überprüfung von der Startrampe geholt werden müsse, sagte der stellvertretende Wissenschaftsminister Cho Yul Rae vor Journalisten im Naro-Raumfahrtzentrum im Süden des Landes.

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Experten hätten auch eine längere Verschiebung für den Fall nicht ausgeschlossen, dass das Problem komplizierter sei, berichtete die nationale Nachrichtenagentur Yonhap. Für den Start der mit russischer Hilfe gebauten Trägerrakete KSLV-I hatte das staatliche Weltraumforschungsinstitut zuvor ein Zeitfenster vom 26. bis 31. Oktober vorgegeben.

Es ist der dritte Anlauf Südkoreas, erstmals von eigenem Boden aus einen Forschungssatelliten auf eine Erdumlauf zu bringen. Die Versuche in den Jahren 2009 und 2010 waren fehlgeschlagen. Südkorea will unter anderem im Geschäft um die Beförderung von Satelliten mitmischen. Zu den Raumfahrtnationen, die unabhängig eigene Satelliten starten können, gehören auch Südkoreas Nachbarländer China und Japan.