weather-image
25°

Raumfrachter erreicht ISS erstmals auf kurzer Flugbahn

0.0
0.0
ISS
Bildtext einblenden
Das von der ESA veröffentlichte Foto zeigt die Straße von Gibraltar, fotografiert aus der Internationalen Raumstation. Foto: ESA/Alexander Gerst Foto: dpa
Alexander Gerst auf ISS
Bildtext einblenden
Die Luke zwischen der Kapsel «Sojus MS-09» und der Raumstation ISS öffnet sich, der deutsche Astronaut Alexander Gerst schwebt in die Internationale Raumstation (ISS). Foto: /European Space Agency/dpa Foto: dpa

Baikonur (dpa) - Ein russischer Weltraumfrachter hat erstmals auf einer verkürzten Flugbahn von gut dreieinhalb Stunden Nachschub zur Internationalen Raumstation ISS gebracht.


Die Transport-Kapsel «Progress MS-09» dockte am Dienstagmorgen um 3:31 Uhr MESZ an der ISS an, wie die russische Flugleitzentrale mitteilte. Sie war am Montagabend um 23.51 Uhr MESZ mit einer Sojus-Trägerrakete vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan gestartet.

Anzeige

An Bord waren 2,5 Tonnen Nachschub für den deutschen Astronauten Alexander Gerst und seine Kollegen: Treibstoff und Nahrung, Ausrüstung für Experimente und Gerät zur Instandhaltung der Station.

Es sei noch ein weiterer unbemannter Test mit dem Kurzflug zur ISS nötig, dann könne das Verfahren auch mit bemannten Raumschiffen erprobt werden, sagte der Leiter des Raketenbaukonzerns Energija, Alexander Kaleri, der Agentur Tass zufolge. Bislang dauert der Flug von Baikonur zum Außenposten der Menschheit zwei Tage. Mehrere Tests mit dem Schnellverfahren waren kurz vorher aus Sicherheitsgründen abgesagt worden.

Gerst arbeitet seit Anfang Juni zusammen mit zwei Russen und drei US-Amerikanern auf der ISS.