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Hartes Ringen um Finanzierung auf UN-Artenschutzkonferenz

Neu Delhi (dpa) - Die Weltgemeinschaft will bedrohte Arten vor dem Aussterben retten - aber nicht alle wollen dafür viel Geld ausgeben.

Auf der UN-Artenschutzkonferenz (CBD) im indischen Hyderabad verhandeln die Vertragsstaaten am letzten Tag ihrer zwölftägigen Konferenz bis spät am Freitagabend um Lösungen für die Finanzierung ihres vor zwei Jahren beschlossenen Masterplans. «Hier wird Satz für Satz verhandelt, das ist sehr zäh», sagte Nabu-Experte Konstantin Kreiser vor Ort.

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Die Länder der Europäischen Union arbeiten nach Angaben von Beobachtern sehr konstruktiv mit und wollen ihren Beitrag bis 2015 verdoppeln. Auch die afrikanischen Länder sehnten eine Lösung herbei. Allerdings blockierten Kanada, Australien und Japan immer wieder. «Auch China und Brasilien führen sich hier auf wie Entwicklungsländer und werfen immer wieder Stöcke zwischen die Beine», sagte Kreiser.

Ergebnisse konnten allerdings schon beim Wald- und Meeresschutz erzielt werden. So sind nach Angaben des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) neue Schutzzonen für die Weltmeere ernannt worden - erstmals auch im umstrittenen Mittelmeerraum zwischen Griechenland und der Türkei.