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Zeitung: Sony und BMG bieten für mehrere EMI-Labels

London (dpa) - Der Sony-Konzern und der Musikverlag BMG wollen laut einem Zeitungsbericht gemeinsam für Parlophone und andere Musik-Labels von EMI bieten. Insgesamt gebe es rund ein Dutzend Interessenten vor allem für Parlophone mit bekannten Künstlern wie Coldplay oder Kylie Minogue.

David Guetta
Der französische House-DJ David Guetta gehört zum Starangebot des Pop-Labels Parlophone. Foto: Matthias Balk Foto: dpa

Das berichtete die «Financial Times» am Montag. Der Musik-Marktführer Universal Music muss sich im Zuge der Übername des EMI-Geschäfts wegen Wettbewerbsauflagen von Parlophone und einigen anderen Labels trennen. Der Universal-Music-Mutterkonzern Vivendi hoffe auf Erlöse von insgesamt mehr als 400 Millionen Pfund (rund 493 Mio Euro).

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Das gemeinsame Gebot würde die alten Partner Sony und Bertelsmann zusammenbringen, die vor rund vier Jahren ihr gemeinsames Musik-Unternehmen Sony BMG aufgelöst hatten. Es ging komplett an Sony über. Der aktuelle BMG-Musikverlag in ein gemeinsames Unternehmen von Bertelsmann mit dem Finanzinvestor KKR. Sollten sie den Zuschlag für Parlophone und andere EMI-Labels bekommen, wollen Sony und BMG sie untereinander aufteilen, und kein neues Joint-Venture gründen, wie die «FT» weiter berichtete. Dieser Plan dürfte nach Ansicht von Branchenbeobachtern von den Forderungen der Wettbewerbshüter gedeckt sein. BMG übernahm vor kurzem bereits das EMI-Label Mute, das musikalische Zuhause unter anderem von Depeche Mode und Moby.

Als ein zentraler Interessent für die noch zum Verkauf stehenden EMI-Labels gilt der US-Konkurrent Warner Music, der schon seit Jahren ein Zusammengehen mit dem britischen Traditionsunternehmen anstrebt. Außerdem soll auch der Musik-Manager Simon Fuller im Bieter-Verfahren mitmischen, schrieb die «Financial Times».

Universal Music hatte im vergangenen Jahr den Zuschlag für das EMI-Musikgeschäft für rund 1,2 Milliarden Pfund bekommen. Der Musikkonzern war zuvor bei der Citigroup gelandet, nachdem der Finanzinvestor Terra Firma Milliardenkredite für seinen Kauf nicht mehr bedienen konnte.

«FT»-Bericht