weather-image
15°

Zahl der Aktionäre in der Krise deutlich gestiegen

Frankfurt/Main (dpa) - Das Interesse der eher börsenscheuen Deutschen an Aktien und Fonds ist in der Euro-Schuldenkrise deutlich gestiegen.

Zahl der Aktionäre steigt
Zu Zeiten des Börsenbooms im Jahr 2001 lag die Zahl der Aktionäre und Fondsbesitzer in Deutschland noch bei fast 13 Millionen. Foto: dpa/Archiv Foto: dpa

Im ersten Halbjahr 2012 hatten nach Angaben des Deutschen Aktieninstitut (DAI) durchschnittlich 10,2 Millionen Anleger hierzulande direkt und/oder indirekt Geld in Aktien gesteckt. Das waren 1,9 Millionen mehr als im Vorjahreszeitraum und 1,5 Millionen mehr als Ende 2011, wie das DAI am Dienstag in Frankfurt am Main mitteilte. Die Aktionärsquote erreichte mit 15,7 Prozent fast wieder das Niveau von 2007.

Anzeige

Die seit der Finanzmarktkrise verloren gegangenen deutschen Anleger, die in Aktien investieren, seien zurückgekehrt, erklärte DAI-Direktor Franz-Josef Leven. Die Aktie werde angesichts der Schuldenkrise als Sachwert geschätzt. «Von einer endgültigen Stabilisierung der Aktionärszahlen sollten wir allerdings noch nicht sprechen.»

Zu Zeiten des Börsenbooms im Jahr 2001 lag die Zahl der Aktionäre und Fondsbesitzer in Deutschland noch bei fast 13 Millionen. Börsencrash, Kursabstürze und Finanzmarktkrise verunsicherten in der Folge insbesondere viele Kleinanleger nachhaltig. Auch im internationalen Vergleich hinkt Deutschland laut DAI weiter hinterher.

DAI Kurzstudie