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US-Notenbank hievt Dax auf 14-Monatshoch

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Frankfurt/Main (dpa) - Eine weitere geldpolitische Lockerung in den USA hat dem deutschen Aktienmarkt am Freitag zu deutlich höheren Notierungen verholfen. Der Dax gewann 1,39 Prozent auf 7412,13 Punkte und endete damit auf dem höchsten Stand seit rund 14 Monaten.


Auf Wochenbasis verzeichnete das Börsenbarometer ein Plus von 2,7 Prozent. Der MDax kletterte um 1,99 Prozent auf 11 237,27 Punkte und ist damit nur noch gut zwei Prozent von seinem Rekordhoch entfernt. Der TecDax legte um 0,96 Prozent auf 814,10 Punkte zu.

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Die US-Notenbank Fed hatte am Vorabend eine dritte Runde von Wertpapierkäufen gestartet und noch Raum für zusätzliche Maßnahmen gelassen.

Die wichtigsten europäischen Börsen präsentierten sich ebenfalls klar im Plus. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone zog um 2,02 Prozent auf 2594,56 Punkte an. Der CAC-40-Index in Paris und der Londoner FTSE 100 legten ebenfalls deutlich zu. In New York zeigte sich der Dow Jones kurz nach dem europäischen Handelsschluss rund 0,4 Prozent höher und baute damit seine überdurchschnittlichen Vortagesgewinne aus. Die Ankündigungen der Fed beflügelten auch den Euro, der zuletzt auf 1,3145 US-Dollar stieg. Zuvor hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,3095 (1,2910) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7637 (0,7746) Euro.

Das neue Kaufprogramm der Fed für hypothekenbesicherte Wertpapiere (Mortgage Backed Securities, MBS) mit einem monatlichen Volumen von 40 Milliarden US-Dollar ist zeitlich unbegrenzt. Es ist an die Entwicklung von Konjunktur und Arbeitsmarkt gekoppelt. Ein Börsianer sprach von einem erneuten Signal der Fed an den Markt: «Keine Angst! Wenn ihr Probleme habt, werden wir euch helfen.» Bernanke sei «All-In» gegangen und habe einen unerwartet lockeren geldpolitischen Kurs eingeschlagen, sagte Händlerin Anita Paluch von Gekko Markets. Analyst Cameron Peacock von IG Markets warnt jedoch, dass früher oder später die offensichtliche Frage gestellt wird, wie lange die aktuelle Rally noch laufen kann, wenn sie von ständig neuen Impulsen der Notenbanken abhängt.

Die Kursgewinne zogen sich quer durch die meisten Branchen. Im Dax kletterten die Vorzugsaktien von Volkswagen um 4,92 Prozent. Der hohe Absatz in Asien und Nordamerika hält den Autobauer weiter auf Kurs. Händler begründen das Plus aber vor allem mit der guten Technik des Papiers: «Die Aktie ist auf ein neues Rekordhoch gesprungen und lockt mit diesem positiven Signal weitere Käufer an.» Auch Stahlwerte zeigten sich im Kielwasser der anziehenden Rohstoffpreise europaweit sehr fest. Die Papiere von ThyssenKrupp legten als Tagessieger um 6,42 Prozent zu.

Finanzwerte profitieren ebenfalls stark von der neuen Runde geldpolitischer Lockerungen der Fed. Commerzbank-Aktien gewannen 3,10 Prozent. Deutsche Bank legten trotz einer negativen Analystenstudie um 5,21 Prozent zu. Am Dax-Ende rutschten die Papiere des Konsumgüterherstellers Henkel gegen den Trend um 3,09 Prozent ab, die Titel des Konkurrenten Beiersdorf verloren 2,10 Prozent. Defensiv eingeschätzte Werte seien in der aktuellen Marktphase weniger gefragt, sagten Händler.

Am Rentenmarkt stieg die Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,31 (Vortag: 1,28) Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,06 Prozent auf 133,42 Punkte. Der Bund Future verlor 0,25 Prozent auf 142,66 Punkte.