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Unsicherheit bei Celesio nach Chefwechsel

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Markus Pinger
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Der erst seit August 2011 amtierende Celesio-Chef Markus Pinger musste wegen eines internen Führungsstreits seinen Hut nehmen. Foto: Bernd Weißbrod Foto: dpa

Stuttgart/Frankfurt (dpa) - Nach dem überraschenden Chefwechsel bei Celesio hat die Aktie des Pharmagroßhändlers weiter an Wert verloren.


Am Donnerstagvormittag fiel das Papier noch einmal um 6,92 Prozent auf 15,35 Euro, nachdem es am Vortag bereits um fast sieben Prozent abgesackt war. Zu Wochenbeginn lag die im MDax notierte Aktie noch bei fast 18 Euro.

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Der erst seit August 2011 amtierende Celesio-Chef Markus Pinger hatte am Mittwoch wegen eines internen Führungsstreits mit sofortiger Wirkung seinen Hut nehmen müssen.

»Die Trennung erfolgte aufgrund unterschiedlicher Auffassungen zur Führung des Unternehmens«, teilte Celesio am Mittwochabend mit. Laut Branchenkreisen gab es Unstimmigkeiten zwischen Pinger und seinen Vorstandskollegen Marion Helmes und Stephan Borchert.

Außerdem habe es Spannungen zwischen Pinger und Aufsichtsratschef Stephan Gemkow gegeben, diese seien schon bei der Hauptversammlung Thema gewesen.

An der strategischen Ausrichtung soll sich hingegen vorerst nichts ändern. Finanzchefin Helmes, die Pingers Aufgaben übernimmt und kommissarisch als Vorstandssprecherin eingesetzt wird, habe »den eingeschlagenen Weg des Konzernumbaus entscheidend mitgestaltet«, betonte Gemkow laut Mitteilung.

Celesio will sich nach dem verlustreichen Verkauf diverser Töchter wie der Versandapotheke DocMorris auf sein Kerngeschäft konzentrieren, den Großhandel mit Arznei und die gut 2200 eigenen Apotheken in Europa.

Pressemitteilung