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Studie: Mehr Frauen in Führungspositionen

Berlin (dpa) - Frauen holen in den Führungsebenen deutscher Unternehmen auf - allerdings nur langsam. Ihr Anteil in herausgehobenen Positionen ist im vergangenen Jahrzehnt von 22 auf 30 Prozent gestiegen, fand das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin in einer Studie heraus.

Frauenquote in Chefetagen
Weibliche Führungskräfte verdienten im Durchschnitt 21 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen, brachte die Studie zutage. Foto: Patrick Pleul Foto: dpa

Weibliche Führungskräfte verdienten in der Privatwirtschaft im Durchschnitt 21 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Im Vergleichsjahr 2001 lag der Unterschied noch bei 30 Prozent. Das ist das Ergebnis des jüngsten Führungskräfte-Monitors des DIW, der am Montag veröffentlicht wurde. Rechne man Verzerrungen durch Spitzenwerte heraus, betrage der Unterschied sogar 27 Prozent im Vergleich zu 31 Prozent neun Jahre zuvor.

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Im Jahr 2010 gab es laut Studie knapp vier Millionen angestellte Führungskräfte in der Privatwirtschaft. Etwa zwei Drittel davon waren Vorgesetzte. Dabei seien die Männer in diesen leitenden Funktionen im Durchschnitt für 33 Mitarbeiter verantwortlich, Frauen für 22.

Die Studienleiterin Elke Holst regte an, einen höheren Frauenanteil in Führungspositionen als Unternehmensziel zu definieren. «Dazu sollte es seinen verbindlichen Zeitplan geben mit klaren Größen, Verantwortlichkeiten und Sanktionen sowie Controlling und Reporting.» Die Stellenbesetzung müsse transparent sein. Wichtig sei auch «eine kontinuierliche Personalentwicklung, die Frauen von Anfang an in die Karriereplanung einbezieht».

Führungskräfte-Monitor 2012