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Stahlkrise: Manager streiten über Neuordnung der Branche

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Stahlindustrie
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Die Stahlindustrie muss sich auf einen weiteren Rückgang der Stahl-Nachfrage einstellen. Foto: Marcus Brandt/Archiv Foto: dpa

Duisburg (dpa) - Überkapazitäten in der europäischen Stahlindustrie haben nach Informationen der «Financial Times Deutschland» zu einem Streit unter führenden Managern der Branche geführt.


Hintergrund seien Überlegungen des Präsidenten des europäischen Stahlverbandes Eurofer und Chefs des österreichischen Herstellers Voestalpine, Wolfgang Eder, zu einer Neuordnung der Branche.

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ThyssenKrupp-Stahlchef Edwin Eichler und Salzgitter-Chef Heinz Jörg Fuhrmann sollen in einem brancheninternen Brief harsche Kritik an dem Vorstoß geübt haben, berichtet die Zeitung. Von den betroffenen Unternehmen war zunächst keine Bestätigung für den Brief zu erhalten.

Der größte deutsche Stahlkonzern ThyssenKrupp hatte erst im vergangenen Monat über eine Eintrübung der Perspektive für die Stahlmärkte geklagt. Insbesondere für den europäischen Markt müsse von einem Rückgang der Stahlnachfrage um etwa fünf Prozent ausgegangen werden, hieß es. Auch der weltgrößte Stahlkonzern ArcelorMittal rechnet im laufenden Jahr mit einem weiteren Rückgang der Stahlnachfrage in Europa zwischen drei und fünf Prozent In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2011/2012 war das Ergebnis des europäischen Stahlgeschäfts bei ThyssenKrupp um 81 Prozent eingebrochen. Wegen der anhaltenden Marktschwäche soll der derzeit stillgelegte Hochofen 9 im laufenden Geschäftsjahr nicht wieder in Betrieb gehen. An fünf Standorten wurde ab August Kurzarbeit für mehr als 2000 Mitarbeiter eingeführt.