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Solarworld-Umsatz geht im ersten Halbjahr massiv zurück

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Ein Rettungsplan sieht einen scharfen Schulden- und Kapitalschnitt für Solarworld vor. Im August müssen die Gläubiger zweier millionenschwerer Anleihen dem Verlust von 55 Prozent ihrer Forderungen zustimmen. Foto: Oliver Berg Foto: dpa

Bonn (dpa) - Der angeschlagene Modulhersteller Solarworld hat im ersten Halbjahr 2013 nach vorläufigen Zahlen einen deutlichen Umsatzrückgang hinnehmen müssen.


Die Konzernerlöse sanken gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 41 Prozent auf 201 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Donnerstag in Bonn mitteilte. Der Verlust vor Zinsen und Steuern belief sich auf 69 Millionen Euro. Im Vorjahreszeitraum lag das Minus noch bei 144 Millionen Euro.

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Grund für das Umsatzminus seien die gesunkenen Absatzmengen und der fortdauernde Preisdruck durch Dumpingmodule. Der Absatz von Solarstrommodulen und Bausätzen sei von 334 auf 233 Megawatt zurückgegangen. Rückläufig habe sich der Absatz vor allem im Heimatmarkt Deutschland entwickelt. «Hier wirkte auch die Verunsicherung der Kunden aufgrund des notwendigen Restrukturierungsprozesses der Solarworld», berichtete das Unternehmen. Endgültige Zahlen will Solarworld am 14. August vorlegen.

Ein Rettungsplan sieht einen scharfen Schulden- und Kapitalschnitt für den hochverschuldeten Konzern vor. Anfang August müssen die Gläubiger zweier millionenschwerer Solarworld-Anleihen dem Verlust von 55 Prozent ihrer Forderungen zustimmen. Die entscheidenden Beschlüsse sollen bis zum 7. August von den Anleihegläubigern und den Aktionären gefasst sein. Dies werde sich neben Zöllen auf Dumpingmodule im weiteren Jahr positiv auf den Absatz auswirken, hieß es weiter.