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Siemens-Chef: Schlüsselfertige Kraftwerke bleiben wichtige Säule

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Peter Löscher
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Siemens-Vorstandschef Peter Löscher. Der Konzern stellt bei der Umsetzung seines Sparprogramms 2014 etliche Geschäfte auf den Prüfstand und wird wohl auch im Kraftwerksbau in Deutschland Stellen streichen. Foto: Peter Kneffel Foto: dpa

München (dpa) - Siemens-Chef Peter Löscher hat Berichte zurückgewiesen, die Energiesparte des Konzerns könnte sich aus dem Geschäft mit schlüsselfertigen Kraftwerken zurückziehen.


«Das ist absolut falsch», sagte Löscher in einem Interview mit der Nachrichtenagentur dpa in München. Das sogenannte Lösungsgeschäft sei immer eine Stärke von Siemens gewesen und werde das auch in Zukunft bleiben. «Es gibt Märkte, auf denen müssen Sie komplette Lösungen anbieten. Das ist für uns ganz zentral.»

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Siemens stellt bei der Umsetzung seines Sparprogramms 2014 etliche Geschäfte auf den Prüfstand und wird wohl auch im Kraftwerksbau in Deutschland Stellen streichen.

In Europa ist das Kraftwerksgeschäft enorm unter Druck. «Hier gibt es zurzeit und absehbar so gut wie keine Nachfrage mehr für Gaskraftwerke. Die Märkte haben sich nach Asien verlagert - und dort müssen wir uns dem Wettbewerb stellen. Das hat sicher Auswirkungen auf die Standorte hier.» Es hatte in den vergangenen Tage Berichte gegeben, Siemens könnte sich im Zuge des Umbaus im Kraftwerksgeschäft ganz aus dem Lösungsgeschäft zurückziehen und künftig nur noch Komponenten wie etwa Gasturbinen liefern.