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Schickedanz fordert Milliarden - Middelhoff als Zeuge

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Madeleine Schickedanz
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Mit der Arcandor-Insolvenz 2009 hatte Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz einen Großteil ihres Vermögens verloren. Foto: Marius Becker/Archiv Foto: dpa

Köln (dpa) - Im Schadenersatzprozess von Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz ist heute der Ex-Arcandor-Chef Thomas Middelhoff als Zeuge geladen. Die frühere Milliardärin Schickedanz fordert insgesamt 1,9 Milliarden Euro von 14 Beklagten.


Ihre Klage richtet sich vor allem gegen ihren einstigen Vermögensberater Josef Esch und ehemalige Verantwortliche der Bank Sal. Oppenheim. Vor einer Woche hatte der Ehemann der 71-Jährigen als Zeuge vor dem Kölner Landgericht die Vorwürfe seiner Frau unterstützt. Schickedanz habe ihren Aktienanteil am Handelsriesen KarstadtQuelle - später Arcandor - nicht weiter aufstocken wollen. Daraufhin sei ihr 2005 eine «Strohfrau-Konstruktion» angeboten worden.

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Mit der Arcandor-Insolvenz 2009 hatte Schickedanz einen Großteil ihres Vermögens verloren, wie viel sie heute noch besitzt, ist unbekannt. Zu Prozessbeginn vor zwei Jahren hatte ihr Anwalt vorgetragen, die Beklagten hätten Schickedanz' Milliardenvermögen gegen ihren Willen riskant angelegt und verschleudert. Die Beklagten weisen die Vorwürfe zurück und fordern, die Klage solle abgewiesen werden. Der Vorsitzende Richter Stefan Singbartl hatte bereits Ende 2012 durchblicken lassen, die Argumentation der Klägerin erscheine ihm nicht sehr überzeugend.