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RWE plant Stellenabbau bei IT und Verwaltung

Düsseldorf/Hamburg (dpa) - Der geplante zusätzliche Stellenabbau beim Energieversorger RWE spielt sich Presseberichten zufolge vor allem in Querschnittsfunktionen ab.

RWE-Tower
Der sogenannte RWE-Tower, Zentrale des Energiekonzerns RWE in Essen. Foto: Bernd Thissen / Archiv Foto: dpa

Wie das «Handelsblatt» aus vertraulichen Unterlagen berichtet, sollen in der IT-Abteilung 350 Stellen eingespart und damit die jährlichen Ausgaben um 100 Millionen Euro gedrückt werden. In der Verwaltung - Personal, Rechnungswesen, Recht und Einkauf - sollen dem Bericht zufolge 400 Stellen abgebaut und 1050 ins Ausland verlagert werden. Das Einsparpotenzial in der Verwaltung liege langfristig bei 100 Millionen Euro im Jahr.

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Nach Informationen der «Financial Times Deutschland» sollen die Arbeitsplätze in Osteuropa angesiedelt werden, vor allem Tschechien komme infrage.

Laut «Handelsblatt» will der neue Konzernchef Peter Terium zudem die Stromerzeugung in einer europäischen Aktiengesellschaft mit Sitz in Deutschland bündeln. Neben der deutschen «RWE Power» sollen demnach auch Kraftwerke in den Niederlanden, Großbritannien und Osteuropa dazugehören. Die Maßnahmen sollen ebenfalls mehrere Hundert Verwaltungsjobs überflüssig machen.

Das Unternehmen wollte die Angaben nicht kommentieren. Aus Arbeitnehmerkreisen war bekanntgeworden, dass RWE zusätzlich zu dem ohnehin schon bekannten Abbau von 8000 Stellen noch mindestens weitere 2000 Jobs streichen will. Gewerkschaften haben Widerstand angekündigt.

Unterdessen ist der Verkauf der RWE-Beteiligung an den Berliner Wasserbetrieben besiegelt.

Der Energieversorger und die Berliner Senatsverwaltung unterzeichneten den Kaufvertrag. RWE kassiert für seine 24,95-prozentige Beteiligung 618 Millionen Euro. Zustimmen müssen noch das Abgeordnetenhauses des Landes Berlin sowie der RWE-Aufsichtsrat. Der Berliner Senat hatte am Dienstag den Verkauf beschlossen.